Wilfried Schaus-Sahm

"Schaus-Sahm geht kon­se­quent sei­nen künst­le­ri­schen Weg von einer von Far­bin­seln in Chif­fren in­for­mel­ler Struk­tur- und Tex­tur­ge­bung ge­bun­de­nen Ma­le­rei hin zu einer Aus­drucks­form, die zwar an die Zei­chen­haf­tig­keit des Vor­he­ri­gen an­knüpft, durch die As­so­zia­gram­me hin­durch, nun durch Aus­las­sun­gen umso stär­ker, kon­fron­tie­ren­der auf­scheint. Beim Schwarz-weiß-Bild kon­zen­triert sich das Sehen auf das Zei­chen, die Linie, die Form, ohne ab­len­ken­de Um­we­ge, und setzt es dem An­sturm un­se­rer far­bi­gen Bild­welt ent­ge­gen. Un­ge­wöhn­lich die Rah­mung. Die Lein­wän­de auf Keil­rah­men auf­ge­zo­gen, setzt er in eine Art ver­glas­ter Schau­käs­ten, zu in­ter­pre­tie­ren als eine Er­wei­te­rungs­form der Rah­mung klein­for­ma­ti­ger Ar­bei­ten in CD-Hül­len." (Dr. Su­san­ne Hö­per-Kuhn, Kunst­his­to­ri­ke­rin, Düs­sel­dorf)

Live At The Code Bar

Der Titel ist ein Wort­spiel, das ent­stand, als mir klar wurde, dass ich ei­ner­seits Bar­codes als An­lass für ein Ge­mäl­de be­nutz­te und gleich­zei­tig dabei die Musik des Pia­nis­ten Joa­chim Kühn hörte.

Ich lern­te Joa­chim Kühn An­fang der 70-er Jahre ken­nen, als im In­nen­hof der Uni­ver­si­tät Frei­burg Kon­zer­te mit Musik or­ga­ni­siert wur­den, die mir bis dahin völ­lig fremd war. Ich hatte spä­ter als Kon­zert­ver­an­stal­ter die Freu­de, Joa­chim Kühn mehr­mals als So­lis­ten, Auf­trags­kom­po­nis­ten oder mit dem Tho­maner-Chor in der Du­is­bur­ger Sal­va­tor­kir­che vor­stel­len zu kön­nen.

Im­pro­vi­sa­ti­on spielt auch bei mei­ner ei­ge­nen künst­le­ri­schen Aus­drucks­form, der Ma­le­rei, eine ent­schei­den­de Rolle. Ich gehe von zu­fäl­lig ge­fun­de­nem Ma­te­ri­al und Mo­ti­ven aus. Es gibt keine Vor­zeich­nun­gen, der Mal­pro­zess ist spon­tan und völ­lig im­pro­vi­siert. Musik spielt dabei eine große Rolle. Sie läuft beim Malen stän­dig, gibt die Stim­mung vor und ent­schei­det oft­mals über die Rich­tung, die das Ge­sche­hen auf der Lein­wand nimmt. Bei „Live At The Co­de­bar“ habe ich aus­schließ­lich die Musik von Joa­chim Kühn ge­hört, des­sen Kom­po­si­tio­nen und Im­pro­vi­sa­tio­nen mich seit Jahr­zehn­ten be­glei­tet und in­spi­riert haben.

Ich widme des­halb das Bild „Live At The Co­de­bar “ Joa­chim Kühn. Es wäre ohne ihn nicht ent­stan­den.

Live At The Code Bar, 1,20 × 10,55 m
Acryl, Tu­sche, Bin­der­far­be, Col­la­ge, Gou­ache, Tipp-Ex, Fa­ser­stif­te, Lack­stift, Lack­spray, Pas­tell­krei­de u.a.

Kontakt

Wil­fried Schaus-Sahm
Völ­klin­ger Str. 28
D-47178 Du­is­burg
info@schaus-sahm.de
www.schaus-sahm.de