Marc Grönnebaum

Am An­fang stand der Wunsch nach der Abs­trak­ti­on des Kör­pers; und die un­bän­di­ge Lust am Ex­pe­ri­men­tie­ren mit Kör­pern und Sub­stan­zen. Diese teilt der Fo­to­künst­ler Marc Grön­ne­baum mit sei­nen Mo­del­len – die manch­mal auch auf die Seite hin­ter die Ka­me­ra wech­seln. Ur­sprüng­lich ganz klas­sisch ar­bei­tend – ana­log be­gon­nen mit ei­ge­nem Schwarz­weiss-La­bor – ent­wi­ckel­te sich aus einem spie­le­ri­schen Kon­zept­zweig ein fast ei­gen­stän­di­ges Genre.

Die ak­tu­el­len Kör­per­bil­der des Düs­sel­dor­fer Künst­lers sind auf den ers­ten Blick meist ver­stö­rend, abs­trakt und un­ge­mein „dre­ckig“. Ar­cha­isch pro­vo­zie­ren­de Akte – von Mo­del­len, deren Haut mit den ver­schie­dens­ten un­ge­wöhn­li­chen Sub­stan­zen und Far­ben be­deckt ist. Ge­mein­sam mit sei­nen Mo­del­len lotet Grön­ne­baum die Gren­zen der vi­su­el­len Ver­frem­dung aus. Die Mög­lich­kei­ten sind dabei fast un­end­lich. Was hin­ter­her auf den Bil­dern wie ein ex­tre­mer Grenz­gang aus­sieht und den Be­trach­ter in ein Wech­sel­bad der Ge­füh­le zwi­schen Ekel und Äs­the­tik taucht, war für Mo­del­le und Künst­ler bei den Auf­nah­men ei­gent­lich immer der pure Spaß am Un­ge­wöhn­li­chen.

Di­gi­ta­le Re­tu­schen und Com­po­sings lehnt Marc Grön­ne­baum ab. Spe­zi­al­ef­fek­te wer­den aus­schließ­lich auf der Haut der Mo­del­le er­zeugt. Le­dig­lich Far­big­keit und Kon­tras­te wer­den ge­zielt ge­steu­ert, um die ge­wünsch­te Wir­kung zu un­ter­stüt­zen.

Kontakt

Marc Grönnebaum
Düsseldorf
www.instagram.com/themetamorphosis