Wilfried Schaus-Sahm

1949 geboren
Studium Germanistik / Philosophie / Kunstgeschichte in Aachen und Freiburg
1997 bis 2008 Künstlerischer Leiter des Musikfestivals „Traumzeit“

Kontakt

Wilfried Schaus-Sahm
Völklinger Str. 28
D-47178 Duisburg
info@schaus-sahm.de
www.schaus-sahm.de

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Ausstellungen

2011 “Pensum”, Galerie Rheinhausen des Wilhelm-Lehmbruck-Museums
2009 “20 von 60”, Cubus-Kunsthalle

Text zum Werk

Schaus-Sahm geht konsequent seinen künstlerischen Weg von einer von Farbinseln in Chiffren informeller Struktur- und Texturgebung gebundenen Malerei hin zu einer Ausdrucksform, die zwar an die Zeichenhaftigkeit des Vorherigen anknüpft, durch die Assoziagramme hindurch, nun durch Auslassungen umso stärker, konfrontierender aufscheint. Beim Schwarz-weiß-Bild konzentriert sich das Sehen auf das Zeichen, die Linie, die Form, ohne ablenkende Umwege, und setzt es dem Ansturm unserer farbigen Bildwelt entgegen. Ungewöhnlich die Rahmung. Die Leinwände auf Keilrahmen aufgezogen, setzt er in eine Art verglaster Schaukästen, zu interpretieren als eine Erweiterungsform der Rahmung kleinformatiger Arbeiten in CD-Hüllen. (Dr. Susanne Höper-Kuhn, Kunsthistorikerin, Düsseldorf)

Live At The Code Bar

Der Titel ist ein Wortspiel, das entstand, als mir klar wurde, dass ich einerseits Barcodes als Anlass für ein Gemälde benutzte und gleichzeitig dabei die Musik des Pianisten Joachim Kühn hörte.
Ich lernte Joachim Kühn Anfang der 70-er Jahre kennen, als im Innenhof der Universität Freiburg Konzerte mit Musik organisiert wurden, die mir bis dahin völlig fremd war. Ich hatte später als Konzertveranstalter die Freude, Joachim Kühn mehrmals als Solisten, Auftragskomponisten oder mit dem Thomaner-Chor in der Duisburger Salvatorkirche vorstellen zu können.

Improvisation spielt auch bei meiner eigenen künstlerischen Ausdrucksform, der Malerei, eine entscheidende Rolle. Ich gehe von zufällig gefundenem Material und Motiven aus. Es gibt keine Vorzeichnungen, der Malprozess ist spontan und völlig improvisiert. Musik spielt dabei eine große Rolle. Sie läuft beim Malen ständig, gibt die Stimmung vor und entscheidet oftmals über die Richtung, die das Geschehen auf der Leinwand nimmt. Bei „Live At The Codebar“ habe ich ausschließlich die Musik von Joachim Kühn gehört, dessen Kompositionen und Improvisationen mich seit Jahrzehnten begleitet und inspiriert haben.

Ich widme deshalb das Bild „Live At The Codebar “ Joachim Kühn. Es wäre ohne ihn nicht entstanden.

Live At The Code Bar, 1,20 × 10,55 m
Acryl, Tusche, Binderfarbe, Collage, Gouache, Tipp-Ex, Faserstifte, Lackstift, Lackspray, Pastellkreide u.a.