Limited Edition –
3D Bilder von James Rizzi

Kunsthaus Zimmermann & Heitmann
Düsseldorf und Dortmund

Er gilt als einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler der Pop-Art: James Rizzi. Der aus den USA stammende Künstler wurde 1950 in New York geboren und zeigte bereits früh Interesse an der Malerei und anderen Kunstrichtungen, was sich schließlich in seinem Kunststudium an der University of Florida manifestierte. Schon während er studierte, galt sein Interesse der Kombination von Malerei und Skulptur, was später dazu führte, dass er seine eigene Technik der 3D-Grafik entwickelte.

Night and day in my City
James Rizzi

Neben der Malerei machte er sich auch mit dem Designen von Platten- und CD-Covern, dem Entwerfen von animierten Musikvideos und dem Gestalten von zum Beispiel Porzellan und Glas einen Namen. Im Laufe der Zeit stieg die Popularität von James Rizzi und seinen besonderen Kunstwerken immer mehr an. Heute sind seine Bilder bei vielen kunstbegeisterten Menschen sehr beliebt und in vielen Museen und Kunstsammlungen auf der ganzen Welt zu Hause.

Auch nach dem Tod des Künstlers im Dezember 2011 wissen Bilder von James Rizzi weiterhin zu faszinieren und zu begeistern. Die Nachfrage nach Werken von ihm hat nie aufgehört und ist nach wie vor immer noch sehr hoch. Umso erfreulicher ist es, dass jetzt neue Bilder von ihm zum Kauf erhältlich sind. Denn noch zu Lebzeiten arbeitete James Rizzi an einer Reihe von Bildern, die bisher jedoch noch nicht veröffentlicht wurden. Das ändert sich jetzt mit der limitierten Ausgabe an 3D Motiven, die ab Ende Juli beispielsweise beim Kunsthaus Zimmermann & Heitmann erhältlich ist. Die Werke des Künstlers sind in der Regel Zeugen des Lebens in New York und durch ihre naive Einfachheit und einen Hauch von Optimismus, die sie versprühen, gekennzeichnet.

Auch die neuen Bilder mit den schönen Titeln wie „The best piece of my heart“, „Night and day in my City“, “Space is the Place” oder “Fly little Birdie” sind wie seine früheren Werke von den typischen Charakteristika des Rizzi Stils geprägt. Sie bestechen durch ihre farbenfrohen Motive, deren leuchtenden Farben dem Betrachter direkt ins Auge fallen, ihren nahezu kindlich-naiv wirkenden Charme und ihre Lebensfreude, die sie stets aufs Neue ausdrücken. Sie wissen zudem mit ihrer Ausdruckskraft und ihren vielen liebevollen Details zu überzeugen, die Raum für individuelle Interpretationen lassen und den Betrachter in ihren Bann ziehen.

Im Mittelpunkt der Bilder, die James Rizzi noch zu Lebzeiten entworfen, aber noch nicht signiert hatte, stehen der Mensch und seine Umgebung sowie Themen wie das Leben selbst oder die Liebe. Daher stammt auch der Titel „Urban Primitive Artist“, den James Rizzi von der Kunstpresse verliehen bekam und der ein Spiegel seines künstlerischen Schaffens darstellt.

Alle neu erhältlichen Werke von James Rizzi wurden im Druck signiert, von Hand nummeriert und sind auf eine begrenzte Stückzahl limitiert. Ein einzigartiges Hologramm auf jedem Bild garantiert, dass es sich bei jedem Werk auch wirklich um einen echten Rizzi handelt.

Kunsthaus Zimmermann & Heitmann
Porzellan und Glas

Kunstraum Grässlin

Klotz am Bein
Skulpturen aus der Sammlung

Am 25. Mai 2014 eröffnet die Sammlung Grässlin in St. Georgen im Schwarzwald ihre siebte Ausstellung. Sie ist Tobias Rehberger sowie Skulpturen aus der Sammlung gewidmet und zeigt Werke von über 20 Künstlern und Künstlerinnen.

Die diesjährige Ausstellung (25. Mai 2014 bis Frühjahr 2015) zeigt die große Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen der Gattung Skulptur, welche sich zwischen konzeptuellen und prozessorientierten Arbeiten bewegen. Tobias Rehberger (geb. 1966), der den KUNSTRAUM GRÄSSLIN und das angrenzende Restaurant Kippys bespielt, gehört zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart und ist mit seinem vielschichtigen Oeuvre international bekannt geworden. Die Präsentation im KUNSTRAUM GRÄSSLIN wird auch in diesem Jahr von dem bereits seit 1995 bestehenden Konzept RÄUME FÜR KUNST begleitet, das leer stehende Ladenlokale und Schaufenster, ehemalige Fabrikräume, den Plenarsaal des Rathauses, den Stadtgarten sowie die Privathäuser der Familienmitglieder als Ausstellungsorte nutzt.

Kunstraum Grässlin

Die Materialien Holz und Stoff ziehen sich wie ein Leitmotiv durch die Arbeiten von Cosima von Bonin, die in der Bahnhofstrasse zu einem bühnenartigen, begehbaren Setting zusammengeführt sind. Im gleichen Gebäude werden die konzeptuellen Werke von Kai Althoff, Tom Burr, Mark Dion, Christian Philipp Müller, Jan Timme und Joseph Zehrer präsentiert. Werke von Christopher Williams sowie Auflagenobjekte bilden im Heimatmuseum zusammen mit den dort ausgestellten Objekten zur Schwarzwälder Handwerkskunst einen außergewöhnlichen Dialog. Das Rathaus von St. Georgen beherbergt die ironisch-kritischen Skulpturen aus Dachlatten, Mergelsteinen und Holzpaletten des Künstlers Georg Herold. In den Privathäusern der Familienmitglieder können Arbeiten von Franz West und Heimo Zobernig sowie von Martin Kippenberger besichtigt werden. In weiteren Schaufenstern und Ausstellungsorten sind Werke von Michael Beutler, Werner Büttner, Günther Förg, Hubert Kiecol, Kalin Lindena, Meuser, Reinhard Mucha, Albert Oehlen, Markus Oehlen und Andreas Slominski präsentiert, darunter die Arbeit Klotz am Bein von Meuser, welche der Ausstellung in St. Georgen ihren Titel verliehen hat.

www.sammlung-graesslin.eu

Abgehoben oder:
Die Kunst, zu schweben

“in orbit”
Installation von Tomás Saraceno

“Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.” Diese bekannten Worte kommen dem Gefühl sehr nahe, das man verspürt, wenn man die geniale Installation, eine technische wie künstlerische Meisterleistung des Künstlers Tomás Saraceno in 25 bis 30 Metern Höhe über dem harten Granitboden der Kunstsammlung NRW, dem Museum K21 im Ständehaus betritt. Man muss sich trauen und sollte auch keine Höhenangst haben, um dieses unglaubliche, einmalige Erlebnis wahrzunehmen. Es ist ein Schweben, eine Bewegung in Wellen, ein Vibrieren und eine völlig neue Raum- und Körpererfahrung hoch oben unter der Glaskuppel von K21, den Wolken schon sehr nah. Es ist eine Konstruktion aus Stahlseilen und Stahlnetzen sowie riesigen PVC-Kugeln, den “Sphären”, die perfekt grade unter die Glaskuppel des ehemaligen Ständehauses passt, weil sie die Leichtigkeit und Transparenz der vorhandenen Glas- und Stahlkonstruktion aufnimmt und zugleich betont. So leicht wie ein Spinnennetz, und Spinnennetze sind für Tomás Saraceno mitunter die Vorbilder für eine Konstruktion, wie er sie erstmalig in dieser Form in Düsseldorf geschaffen hat. Seine Arbeit ist zudem nicht nur überaus ästhetisch anmutend, sondern durch diese bekommt auch das Wort Artist eine völlig neue Bedeutung – erst recht, wenn man die Installation begeht. Dies ist für den Künstler auch ein Muss, dass Besucherinnen und Besucher nicht nur betrachtend oder auch staunend davorstehen, sondern die Installation begehen und fast schwerelos erfahren, um seine Kunst letztendlich begreifen zu können.

Dr. Marion Ackermann

Aller Voraussicht nach wird “in orbit” drei Jahre unter der Kuppel von K21 zu sehen und zu begehen sein, und zwar zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums am Schwanenteich.

www.kunstsammlung.de

Wolfgang Tillmans –
einfach anders

Fotografieausstellung im K21, Düsseldorf
Kunstsammlung NRW

“Ich bin kein Fotokünstler.”
“Ich bin kein schwuler Künstler.”
“Ich bin kein politischer Künstler.”

So konstatierte es Wolfgang Tillmans bei der Pressekonferenz in K21 zu der beeindruckenden Ausstellung seiner Fotografien, die noch bis zum 07. Juli 2013 zu sehen sein wird. Sie vermittelt einen umfangreichen Überblick über das gesamte Werk des Fotografen Wolfgang Tillmans. Die Ausstellung ist allein von ihrer Repräsentation bemerkenswert, da sie die Arbeiten des Künstlers mal als kleinen, einfachen Ausdruck und mal als großformatigen, hochwertigen Druck zeigt. Die scheinbar nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Motive sind dabei nicht unbedingt gerahmt, sondern zum Teil auch mit Klammern und Klebestreifen an den Museumswänden befestigt. Tillmans ist eben einfach anders.

Wolfgang Tillmans im K21

So hängt in seiner Ausstellung die Fotografie eines nackten Liebespaars im Baum gleich neben einem Blick aus dem Flugzeugfenster und der pinkelnde Punk neben einem melancholischen Tropenvogel.

Obwohl der aus Remscheid stammende Tillmans vor allem für seine Bilder der hedonistischen Jugend gefeiert wird, reicht sein Interesse weit über dieses dokumentarische Feld hinaus. Als roter Faden durch sein weitgestreutes Werk bietet sich der staunende Blick des geborenen Chronisten an, der sich mit aller Macht gegen die Vergesslichkeit der Welt sträubt. Deswegen ging Tillmans auch relativ unbeschwert mit seinen Themen um: Im letzten Jahrzehnt reichte sein Schaffen von der Reisereportage über Porträt- und Landschaftsfotografien, Stillleben und Sternbildern bis zu abstrakten Experimenten aus der Dunkelkammer.

Mit dem Titel der “Neue Welt”-Serie spielt Tillmans zudem auf die Neuheit der digitalen Bilder an. Tillmans ist anders, und das macht den Reiz dieser Ausstellung aus. Jeder Besucher erhält mit dem Eintrittspreis ein von Tillmans entworfenes Künstlerbuch. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Wolfgang Tillmans
www.kunstsammlung.de

Doppelgänger – Birgit Feil
und Friederike Just

Schacher – Raum für Kunst
02.02. bis 23.03.2013, Stuttgart

Wir sehen einen als Skulptur oder als Protagonist eines Gemäldes festgehaltenen Menschen und zucken unwillkürlich zusammen. Ist das nicht unser Nachbar? Haben wir nicht mit dieser Dame heute morgen gemeinsam an der Bushaltestelle gewartet?

Birgit Feil, Friederike Just, Annette Meincke-Nagy und Tesfaye Geleta Urgessa haben die Gabe, die sie alltäglich umgebenden Menschen mit Kennerblick abzutasten und uns ihre künstlerischen Verarbeitungen als „Doppelgänger“ mit Déjà-vu-Garantie zu präsentieren.

Wer den Skulpturen von Birgit Feil gegenüber steht, wird von deren eigentümlichen Präsenz gefangen genommen. Obwohl uns das Material unvermittelt, teils unbemalt oder nur mit einer dünnen Farbschicht bedeckt, entgegen tritt, wirken die Figuren dennoch realistisch. Die grob modellierten Partien wirken wie Fettpölsterchen und Hautporen, die teils mit von Textilien direkt abgenommenen Mustern kombiniert werden.

Die allesamt mit Vornamen betitelten Figuren strahlen etwas Verträumtes, Introvertiertes aus. Alle scheinen sie auf etwas zu warten: den Bus, den Traummann, die Chance, aus ihrem Leben etwas zu machen.

Birgit Feil

Friederike Just rückt hingegen ihr unmittelbares Umfeld, ihre Freunde, ihre Familie und sich selbst auf die Bilder-Bühne. Mit bissiger Ironie, entlarvender Frechheit und groben, wilden Pinselhieben reflektiert die Vollblut-Malerin die Abgründe zwischen Schein und Sein. Im Fokus stehen dabei die Ellbogengesellschaft, die liebeshungrigen Pseudo-Treuen, die allmorgendlichen Straßendrängler, entspannten Esoteriker sowie das eigene Rollenverhalten als Mutter. Gefällig, im klassischen Sinne „schön“ ist hier gar nichts. Zu Tusche, Aquarell und Ölfarben gesellen sich Malstoffe wie Coca-Cola und Kaffee.

Friederike Just

Am und im Projektraum wird das „Doppelgänger“-Spektrum erweitert durch die tagträumerischen Pappmaché-Figuren von Annette Meincke-Nagy und die surrealen, das Fremdsein in der neuen Heimat thematisierenden Gemälde von Tesfaye Geleta Urgessa.

galerie-schacher.de

Alexander Basile
erhält Förderpreis

Förderpreis des Landes NRW
Fotografie

Der gebürtige Kölner (1981) wird für sein Schaffen im Bereich Medienkunst mit dem Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet. Verliehen werden die Förderpreise der insgesamt sieben Sparten von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am 6.12.2012 um 19.00 Uhr im Theater Münster.

Mit dem Förderpreis werden seit 1957 überdurchschnittliche künstlerische Begabungen gewürdigt, die auch in Zukunft bedeutsame Leistungen erwarten lassen. Alexander Basile: „Künstlerisches Arbeiten ist beständig querfeldein im dichten Nebel umher wandern, nie genau wissen wo man rauskommen wird, gepaart mit keinem besonderen Interesse anzukommen. Aber ab und an mal ein Licht sehen, ist dann doch auch schön! Solch ein Licht stellt dieser Förderpreis für mich da.”

Ausgehend von der These, dass Photographie vor allem eine soziale Konstruktion darstellt, machte der heute 31-Jährige bereits mit zahlreichen internationalen Fotokampagnen, Künstlerbüchern, Performances und Ausstellungsprojekten auf sich aufmerksam, unter anderem in der Bundeskunsthalle Bonn, der plan – Architekturbiennale Köln dem Badischen Kunstverein, dem Fotomuseum Winterthur sowie dem Photomuseum Thessaloniki. Basile hielt Vorträge und Performance Lectures u.a. im Kunstbeirat der Stadt Köln, dem Museum Ludwig Köln und der Bundeskunsthalle Bonn. Das von Basile und Lay kuratierte Ausstellungsprojekt VOM PHOTO tourt seit zwei Jahren durch die Museen Europas. Bekannt wurde Basile vor allem durch seine Fotografien, die das Phänomen Skateboarding als Aneignung des öffentlichen Raumes reflektieren. In den Arbeiten des Künstlers “wirkt das soziale Moment des Bildes über den Bildrahmen hinaus und eröffnet einen Raum, in dem Architektur, Körper und Licht wie in einer angeregten Unterhaltung intuitiv in Verbindung treten.” (Michael Leuffen „Zur Konstruktion des Realen“)

Derzeit wird das SSZ Sued, Basiles interdisziplinäres Raumprojekt, durch die Rheinenergie Stiftung und das Kulturamt der Stadt Köln gefördert. Der EG Null Raum für junge Kunst in der Generali Deutschland (Köln) widmet dem Künstler ab dem 31. Januar 2013 unter dem Titel “Emerging Sculptures” eine Einzelausstellung. Ab dem 15. Februar 2013 wird Basile mit einer Videoinstallation im Kunstmuseum Bonn, im Rahmen des Videonale Parcours der Videonale 14, vertreten sein.

C.R.E.E.P. –
Zur Musik von
Henry Flynt

Vortrag von Wolfgang Brauneis
Filmwerkstatt, 24.11.2012, Düsseldorf

Die 1960er Jahre in New York: zwischen Concept Art, Minimal Music und Fluxus – und doch kein Bestandteil der kanonisierten Kunst- und Musikgeschichte: sehr lange war es sehr ruhig um Henry Flynt, dessen einzigartiges musikalisches Werk erst seit den 2000er Jahren dank zahlreicher Archivveröffentlichungen erfasst werden kann. In dem Musikvortrag wird die Entwicklung vom frühen Avant-Garde Hillbilly über die psychedelisch ausgerichtete New American Ethnic Music bis hin zu dem Klangkunstkonzept des Illuminatory Sound Environments nachgezeichnet. Wolfgang Brauneis ist Mitbetreiber von a-musik, freischaffender Kunsthistoriker und Redakteur der Zeitschrift testcard.

filmwerkstatt-duesseldorf.de

Beyond the Surface

KAI 10 – Raum für Kunst
05.10. bis 15.12.2012, Düsseldorf

Die Ausstellung “Beyond the Surface” legt das Augenmerk auf die im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtigen Oberflächen – nicht nur – gemalter Bilder. Einmischen oder Hinzufügen unterschiedlicher Materialien, reliefhafter Auftrag von Farbe oder Wegwischen oder – kratzen bereits vorhandener Schichten, bewusstes Collagieren scheinbar heterogene Elemente: All dies sind Verfahren, welche die Bildoberfläche mit einer körperlichen Präsenz aufladen, die den aus dem Alltag nicht mehr wegzudenkenden transparenten Bildschirmen fehlt.

Die Ausstellung “Beyond the Surface” ist einerseits eine Reflexion über Möglichkeiten der Malerei heute, stellt anderseits aber auch Materialitäten und Beschaffenheiten jenseits der klassischen Malerei zur Diskussion; damit aber auch die Frage nach dem Verhältnis des sinnlich Erfahrbaren zu dem, was immateriell bleibt.

Freskenartig gemalte, an Gewänder oder Körperoberflächen erinnernde Formen und schemenhafte Reste abgetragener Malschichten (Anne Neukamp) stehen neben abstrakt-gestischen malerischen und zeichnerischen Elementen, die sich gleichsam in der Fläche verstricken und dennoch unbestimmte Räume zu öffnen scheinen (Carola Ernst), installativen Bildern, auf denen verschiedene Seifenstücke wie für eine Ahnengalerie porträtiert sind (Stefan Pfeiffer), vielfältig schillernden Oberflächen, die aus bespielten Bändern von Musikkassetten gebildet werden (Gregor Hildebrandt), weithin leuchtenden Rundbildern, die sich bei näherem Hinsehen als aufwändig gestaltete Reliefs entpuppen (Ekrem Yalcindag) sowie Bildern und Objekten, deren sorgfältig austarierte, collagierte Kompositionen auf der Ornamentik von Teppichen unterschiedlicher Provenienz bestehen (Nevin Aladag).

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 5. Oktober 2012 und 19.00 Uhr.

kaistrasse10.de

Lilly aus dem
Paralleluniversum

Got lost out there
Ute C. Latzke

“Lilly – die von der anderen Seite” irritiert durch Titel, Motiv und Machart und ist ein weiteres Bild der Serie “Got lost out there” von Ute C. Latzke. Die Arbeiten der Werkreihe zeigen anonyme Personen, die wirken als seien sie aus ihrer vertrauten Umgebung losgelöst, isoliert und schutzlos oder als hätte sie jemand willkürlich ins Nirgendwo versetzt. Der sie umgebende Raum hat immer etwas Unwirkliches, Surreales bisweilen Einschüchterndes an sich, und die Portraitierten verharren wie in einem (Alb)Traum – bewegungslos, verletzlich, aber auch unerreichbar, unantastbar.

So auch “Lilly”, doch diesmal ist irgend etwas anders… ganz anders als in der vertrauten Variante: “Then Lilly said: Relax, you’re safe here” von 2009, und das verwirrt den Betrachter in seiner Wahrnehmung um so mehr: “Lilly – die von der anderen Seite” wirkt im Vergleich zur ersten, irgendwie tröstlichen Lilly wirklich verloren, wenn nicht sogar verstörend auf den Betrachter. Kein Wunder, sie ist die Version aus dem Paralleluniversum.

Lilly - die von der anderen Seite - got lost out there, 2012

Lilly – die von der anderen Seite
Serie: Got lost out there, 2012

Seit langem schon inspirieren Sience Fiction-Bücher und -Filme, ja sogar Wissenschaftler wie etwa Stephen Hawking unsere Vorstellung eines Paralleluniversums. In der US-Serie “Frinch – die Grenzfälle des FBI” zum Beispiel setzen sich die Protagonisten mit übernatürlichen Phänomenen auseinander und erkennen, dass diese durch die Existenz einer Parallelwelt verursacht werden. Allerdings enttäuschte der Astrophysiker Hawking im Jahr 2004 alle Science Fiction-Fans durch seine Behauptung: “Es gibt kein Paralleluniversum” und widerrief damit seine eigene Theorie und die zu den Eigenschaften von Schwarzen Löchern gleich mit (Quelle: Spiegel).

Dennoch bleibt der Gedanke an ein Paralleluniversum, in dem alles noch einmal existieren und es von jedem Menschen eine Art zweite Version geben soll interessant. Allein schon weil das die Phantasie anregt und viel Spielraum für Spekulationen und Interpretationen lässt. So ist das auch bei den beiden “Lillys”, den Protagonistinnen aus beiden Welten. Eine Auswahl der Bilder “Got lost out there” sind noch bis Mitte September in der Galerie Steinweg zu sehen sowie vom 31. August bis 2. September beim Kunstfestival “48 Stunden” auf Schloss Burg in Solingen. (18. Juli 2012, Ute C. Latzke)

Ute C. Latzke
utelatzke.de

Ministerrat stimmt
für Sanierung des
Haus der Kunst

Haus der Kunst
München

Grünes Licht für die Sanierung des Haus der Kunst. Kunstminister Wolfgang Heubisch wird nun den Planungsauftrag erteilen. Heubisch betonte: “Es ist dringend erforderlich, dass wir dieses Sanierungsprojekt nun angehen. Das Haus der Kunst ist eine der bedeutendsten Kultureinrichtungen des Freistaats. Mit seiner einzigartigen Gesamtkonzeption wird es weit über München hinaus in der weltweiten Kunst- und Kulturszene wahrgenommen. Die umfassende Sanierung des 75 Jahre alten Gebäudes ist Voraussetzung dafür, dass das Haus weiterhin Ausstellungen auf internationalem Niveau durchführen kann.”

Das Haus der Kunst soll schrittweise saniert werden, um den Ausstellungsbetrieb aufrechterhalten zu können. Die letzten Renovierungsmaßnahmen erfolgten in den Jahren 1991 bis 1994, konzentrierten sich aber auf den Ostflügel. Nun steht eine umfassende Sanierung des Gebäudes, insbesondere der technischen Ausstattung bevor.

Zudem feiert das Haus der Kunst in diesem Jahr zwei Jubiläen: Das 75-jährige Bestehen des Gebäudes und das 20-jährige Bestehen der Stiftung Haus der Kunst GmbH. “Dem Haus der Kunst ist es in den letzten 20 Jahren hervorragend gelungen, die Vielfalt der Kunstrichtungen zu präsentieren und sich ein unverwechselbares Profil zu geben. Der neue Direktor Okwui Enwezor wird das Haus der Kunst auf seinem erfolgreichen Weg noch weiter voranbringen. Die Staatsregierung wird alles daran setzen, ihm beste Rahmenbedingungen zu bieten”, sagte Minister Heubisch. “Wir sind begeistert über die Möglichkeiten, die sich dem Haus und seinem Team durch die Sanierung eröffnen werden”, kommentierte Okwui Enwezor die Neuigkeit.

hausderkunst.de

ROAD ATLAS
28 Positionen und
70 Jahre Straßenfotografie

DZ BANK Kunstsammlung
11. Juli bis 26. August 2012, Cottbus

Die Ausstellung “Road Atlas” der Kunstsammlung der DZ BANK vereint erstmals ca. 130 Fotografien zum Thema “Straße”.

Die Straße als Schauplatz des Alltags und zivilisatorisches Merkmal übt von jeher eine besondere Faszination auf Fotografinnen und Fotografen aus. Das Spektrum der ausgewählten Bilder zeigt Straßen rund um den Globus in der Zeitspanne der Nachkriegsfotografie bis heute. Die Fotografien halten Gebäudeansichten, Alltagssituationen sowie radikale Veränderungen im Bild fest und dokumentieren so Zeiten des Wohlstands, der Stagnation und Spuren des Verschwindens städtischer Räume. Darüber hinaus zeigen sie Menschen des urbanen Raums. Bis heute hat die Straße in der Fotografie eine besondere Bedeutung. Neben kulturellen Phänomenen üben formale Kriterien und lineare Qualitäten dauerhaft Anziehungskraft aus.

Der Reigen der vorgestellten Fotografinnen und Fotografen beginnt bei Helen Levitt (1913-2009), der Klassikerin der Street Photography, und endet bei Zeitgenossen wie Pieter Hugo (*1976).

museum-dkw.de

Solidarität zur
Deutschen Oper am Rhein
Düsseldorf-Duisburg

Petition
Düsseldorf, Duisburg

Bitte unterstützen Sie den Aufruf der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg:

“Der Fortbestand der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg und des Kulturlebens der Stadt Duisburg ist akut bedroht.

Am 2. Mai 2012 hat der Verwaltungsvorstand der Stadt Duisburg dem Rat der Stadt Duisburg empfohlen, den Theater-Kooperationsvertrag mit der Stadt Düsseldorf ab Sommer 2014 zu kündigen und den Duisburger Zuschuss an das seit 1956 bestehende Zwei-Städte-Theater komplett einzustellen. Dies würde nicht nur bedeuten, dass ab der Spielzeit 2014/15 keine Opern-, Ballett- und Kindervorstellungen der Deutschen Oper am Rhein mit eigenem Ensemble, Opernchor, Technik usw. unter Mitwirkung der Duisburger Philharmoniker im Theater Duisburg stattfinden würden. Durch den Wegfall dieser bislang jährlich rund 100 Aufführungen der Deutschen Oper am Rhein im Theater Duisburg wäre das Kernangebot an Musiktheater und Ballett am Standort Duisburg stark gefährdet. Das einseitige Aufkündigen des Theater-Kooperationsvertrages, der bisher als vorbildhaftes Modell gilt, um bei sparsamster Mittelverwendung in zwei Städten höchste künstlerische Qualität zu ermöglichen, hätte außerdem gravierende Auswirkungen auf das Angebot an Oper und Ballett in Düsseldorf.”

Theater Duisburg

“Nach dem Kahlschlag in der Finanzierung der freien Kultur droht in Duisburg durch gravierende finanzielle Einschnitte nun also auch die Gefahr der Zerschlagung der zentralen Kulturinstitute.”

Ein Informationsabend findet für Interessierte am 31. Mai 2012 um 19.00 Uhr im Theater Duisburg statt.

www.operamrhein.de/petition

David Ostrowski &
Nike Schröder

Ausstellungshinweise
Köln und Hamburg

Zwei interessante Kunstausstellungen finden am 18. und 26. April 2012 in Köln und Hamburg statt. Der in Köln lebende Künstler David Ostrowski zeigt seine Arbeiten in der Galerie Figge von Rosen. Die Vernissage findet am 18. April statt (Ausstellungsdauer: 18. April bis 16. Juni).

Nike Schröder

Des Weiteren findet am 26. April bei Urban Outfitters in Hamburg eine Ausstellung der Berliner Künstlerin Nike Schröder statt. Eröffnung der Ausstellung am Gänsemarkt 45 ist um 18.00 Uhr.

Roman Ondák –
Within Reach
of Hand or Eye

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
K21, Düsseldorf

Noch bis zum 28. Mai 2012 ist die Ausstellung “Within Reach of Hand or Eye” im K21 (Ständehaus) in Düsseldorf zu sehen. Sie zeigt Arbeiten des slowakischen Künstlers Roman Ondák.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine Installation mit dem Titel „The Hill Seen from Afar“ (2011). Es handelt es sich um einen künstlichen Hügel mit einem Miniaturbaum auf der Spitze, der die gewohnten Perspektiven durcheinander bringt. Mitten im Kunstraum erscheint ein Stück Natur, das die Wahrnehmung des Betrachters ins Zentrum stellt. Geht es hier um ein Kunstwerk, das mit seinem besonderen Maßstab die Blicke auf sich zieht, oder eben um einen „Hügel, den man aus der Entfernung betrachtet“? Wieso befindet sich der Hügel dann direkt vor einem? Wo findet die Entfernung statt? Nur im Kopf des Betrachters? Solche und viele andere Fragen, löst nicht nur diese Installation aus, sondern letztlich die gesamte Ausstellung. Dabei interessiert Roman Ondàk vor allem „das alltägliche Verhalten der Menschen“ und „die Qualität hinter den Objekten“.

Roman Ondák
Within Reach of Hand or Eye

Seine Kunst in Form von Videos, Plakaten, Zeichnungen, Fotos, Gemälden, Landkarten, Postkarten und Briefen richtet sich auf die Breite und die Komplexität der Realität, wiewohl diese auch wieder infrage gestellt wird, so bei der Installtion von „Eclipse“: Die Reste dieses absurden Bauwerks liegen als Material einer Erinnerung oder als Lager für eine neue Konstruktion an einem anderen Ort. In einer Art Guckkasten erscheint außerdem ein Ausblick auf das ursprüngliche Werk in einer ungeklärten Situation zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Realität und Fiktion.

„In Reichweite von Hand oder Auge“ – der Titel der Ausstellung stellt Fragen nach der Wahrnehmung der Welt, nach Distanz und Nähe, nach den Grenzen und den Möglichkeiten des eigenen Wissens und Einflusses.

Roman Ondák
www.kunstsammlung.de

Kunstsammlung
Nordrhein-Westfalen
präsentiert interessantes
Ausstellungsjahr

Ausstellungsprogramm 2012
Düsseldorf

Eine umfangreiche Darstellung mit vielen internationalen Leihgaben zum Motiv des Fensterbildes seit der Klassischen Moderne, der Einblick in die bedeutende Klee-Kollektion sowie international beachtete Künstler wie Roman Ondák, Gillian Wearing und Thomas Schütte prägen das Ausstellungsprogramm des Jahres 2012 in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Einen Blick auf die lebhafte Kunstszene Polens werfen zudem die Ausstellung mit den Künstlern Wojciech Bąkowski und Piotr Bosacki sowie eine Präsentation der Künstlerin Katarzyna Kozyra. Für das Labor der Abteilung Bildung wird der amerikanische Künstler Dan Graham eigens ein Projekt entwickeln, das sich mit der Sammlung und ihren Besuchern befasst.

Das umfangreiche Ausstellungsprogramm wurde am 26. Januar 2012 in einem Pressegespräch unter Leitung von Dr. Marion Ackermann, Künstlerische Direktorin der Kunstsammlung, Dr. Anette Kruszynski, Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung und Kuratorin der Klee-Ausstellung sowie von Dr. Maria Müller-Schareck, Kuratorin der Ausstellung “Fresh Widow” detailliert erläutert.

Dr. Marion Ackermann
Künstlerische Direktorin

Höhepunkt des Ausstellungsjahres am Grabbeplatz ist die Schau “Fresh Widow. Fenster-Bilder seit Matisse und Duchamp” vom 31. März bis 12. August 2012. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen Künstler wie Robert Delaunay, Henri Matisse und René Magritte das isolierte Fenster als Bildmotiv zu nutzen, um die Freiheit der Malerei von ihrer Funktion des Abbildens zu erproben und tradierte Regeln zu hinterfragen. Mit der Replik eines französischen Fensters, dessen Scheiben er mit schwarzem Leder abklebte, postulierte Marcel Duchamp mit “Fresh Widow” 1920 seinen Abschied von der illusionistischen Malerei. In den Werken jüngerer Künstler wie Ellsworth Kelly, Christo oder Gerhard Richter leert sich das Fenster, es erblindet oder zerspringt und es verweigert den Blick auf die Welt, um einer neuen, autonomen Bildsprache Raum zu geben. Weitere Künstler der Ausstellung sind unter anderem Eva Hesse, Robert Motherwell, Isa Genzken, Günther Förg, Jeff Wall, Sabine Hornig und Olafur Eliasson.

Die Arbeiten von Paul Klee stellen ein besonderes Highlight im Ausstellungsjahr 2012 dar, denn es wird erstmals die vollständige, rund 100 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle Klees umfassende Sammlung, welche im Bestand der Kunstsammlung NRW ist, gezeigt, und zwar vom 29. September 2012 bis zum 10. Februar 2013 im K21 Ständehaus unter dem Titel “100 mal Paul Klee – Geschichte der Bilder”. Sie umfasst alle Schaffensphasen des Künstlers – von den zeichnerischen Anfängen bis zum Spätwerk des vielseitigen Künstlers. Sie sind ein Ausdruck seiner nahezu unerschöpflichen Kreativität.

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Im Laufe des Jahres 2012 werden überdies wichtige aktuelle Einzelpositionen der zeitgenössischen Kunst sowohl im Ständehaus als auch am Grabbeplatz präsentiert: Roman Ondák mit “Within Reach of Hand or Eye” (K21 vom 25. Februar bis 28. Mai 2012) fasst drei Arbeiten zusammen, die Fragen nach der Wahrnehmung der Welt, nach Distanz und Nähe, nach den Grenzen und den Möglichkeiten des eigenen Wissens und Einflusses stellen.
Die britische Künstlerin Gillian Wearing erhält vom 08. September 2012 bis 06. Januar 2013 im K20 am Grabbeplatz eine erste Überblicksschau in Deutschland.

Vom 16. Juni bis 16. September 2012 wird überdies Thomas Schütte mit “Wattwanderung2 vertreten sein, einer Ausstellung, die als eine Art Tagebuch zu verstehen ist, bei welcher der Besucher Themen wie Selbstporträts oder Blumen durchschreiten kann. Die weit über 100 zu sehenden Kupferstiche sind dabei Blatt für Blatt an quer durch den Raum verspannten Wäscheleinen zu sehen.

Im Mittelpunkt des dritten Teils der “Big Pictures” (“Big Pictures III – Szenen”) werden vom 14. April 2012 bis 27. Januar 2013 raumgreifende Installationen in K21 unter der Frage zu sehen sein: “Was ist Darstellen?” Die Ausstellung umfasst Arbeiten von Vito Acconci, Vasco Araujo, Peggy Buth, Keren Cytter, Hanne Darboven, Annika Eriksson, Jeanne Faust, Christoph Girardet, Matthias Müller, Stefan Hablützel, Martin Honert, Nan Hoover, Rebecca Horn, Tony Oursler, Jason Rhoades u.a.

www.kunstsammlung.de

Exp12 /
exposure twelve

Ausstellung, Berlin
14. bis 29. Januar 2012

Zwei Jahre nach ihrer Eröffnung lädt die Produzentengalerie exp12 / exposure twelve zum letzten Mal in ihre charmanten Räume an der Senefelderstraße in Prenzlauer Berg ein – und verabschiedet sich mit der Gruppenausstellung Vendredi Treize, in der schicksalhafte Veränderungen thematisiert werden.

Eva Brunner

An einen Ort von unfassbar großer Weite, auf das Flugfeld des alten Flughafens Tempelhof, holt uns Mark de Longueville. “Wir gehen dort hin, um mitten in der Stadt eben dieser zu entkommen, um die Gedanken dort frei fliegen zu lassen. Das Feld selbst, derzeit sich selbst überlassen, steht sinnbildlich für die unermesslichen Entwicklungspotentiale, die in uns stecken. Alles scheint dort möglich, selbst ein eintausend Meter hoher Berg, der Kreuzberg buchstäblich in den Schatten stellen würde, ist denkbar. Gerne erliegen wir dieser Magie.”

An eine märchenhafte Location mit einer ebenso wechselvollen Geschichte führt uns die Hamburger Fotografin Isabel Kiesewetter – neues Mitglied bei exp12. Ihr Bild aus der Serie konversion ist in den Beelitzer Heilstätten entstanden. Ähnlich verwunschen sieht der Spreepark Berlin bei Eva Brunner aus. Als beim ehemaligen Vergnügungspark der DDR allmählich die Besucher ausblieben, folgte die Schließung vor zehn Jahren. Seither erobert die Natur ihren Raum zurück und breitet uns mitten in der Stadt eine Märchenlandschaft aus, die von Zerfall und neuer Hoffnung erzählt.

Ähnlich stoisch wie der Plastikelefant im Park liegen die Kühe bei Olle Fischer schlafend auf einer Weide in den Pyrenäen. Sie ruhen in der zauberhaften Landschaft, als wäre die Zeit stehen geblieben.

Geheimnisvoll sind auch Nadine Ethners Etruscan Landscapes. In ihrem tieffarbenen Triptychon aufgenommen in der Nähe von Tuscania scheinen die Mythen der Etrusker, deren Naturverbundenheit und Sinnlichkeit noch heute in der Landschaft nachzuschwingen. Chimères von Claire Laude entführt uns nach Island. Dokumentarisch, neutral und distanziert, doch mit einem kontemplativen Blick fotografiert umhüllt etwas Magisches die einfachen Hütten in der menschenleeren Landschaft, die dem Wanderer Unterschlupf gewähren. Seine letzten 12 Jahre in Island gelebt hat das exp12-Neumitglied Daniel Claus Reuter. Im Frühling 2010 reiste er in seine Heimat Luxemburg, um die Serie Faserland zu fotografieren. Mit dieser Rückkehr ins Land der Vergangenheit begann ein Versuch, den Zusammenhang zwischen Erinnerung und Realität, Heimat und Familie fotografisch darzustellen.

Im besten Sinne auf der Suche nach ihrer Familie sind die Bilder aus der Reihe Orphans von Dorothee Deiss. Es sind Bilder, die man ungeplant findet, die sich in kein Projekt einpassen lassen. Sie können einen lange Zeit begleiten, ungewollt, immer wieder auf der Suche nach einer geeigneten” Familie”, in der sie endlich einen Platz finden. Mit Familie, Fernweh und Sehnsucht setzt sich Anna Meschiari in ihren Wolkenbildern auseinander, die auf einer Reise mit ihrem Vater entstanden sind. Ähnlich sind die Themen bei Susanne Schneiders Fotografien. Um verblassende Erinnerungen, um Bilder, die der Intuition entspringen und einen bis in den Traum verfolgen könnten, geht es bei Birgit Krause. Ihr Porträt einer Greifvogels steht für Veränderungen, Umschwung und Aberglaube.

Den Blick nach innen richtet Oona Eberle in ihrer Serie La Feuille Blanche, gefangen von der Angst vor der Leere. Den Weg ins Innere geht auch Nicole Woischwill mit ihrer Serie Jetztzeitmonologe. Es sind Sofortbilderkundungen (Polaroids) mit einer Camera Obscura, bei der jede Fotografie für sich eine kleine Erzählung ist.

www.exp12.com
Eva Brunner bei kunstbar

Fabian Marti

Kunstverein Braunschweig
Haus Salve Hospes

Der Kunstverein Braunschweig zeigt vom 3. Dezember 2011 bis zum 12. Februar 2012 den Schweizer Künstler Fabian Marti in einer ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland. Neben Skulpturen und einer Filmarbeit präsentiert Marti ältere und noch nie gezeigte Fotogramme in ganz neuer Form: Zwei Ausstellungen überlagern sich sedimentartig – eine Bildebene ist direkt auf die Wand aufgebracht, eine zweite legt sich wie eine zweite Schicht darüber. Marti greift damit ein Kernthema seiner Kunst auf: „Die Zeit. Und die Möglichkeit der geistigen Zeitreise“.

Fabian Marti
Untitled, 2011

Zentral ist hierbei ebenso die Vorstellung, dass kulturgeschichtliches, kollektives Wissen in den modernen Menschen eingeschrieben und unter bestimmten Bedingungen abrufbar ist. So bedient sich Martis geheimnisvolle Bildsprache sowohl der 1920er Jahre-Avantgarde-Ästhetik als auch ethnografischer, religiöser oder archaischer Symboliken wie Totenschädeln, Masken, Gesteinsformationen, gekreuzten Klingen, Tempelruinen und spirituellen Tänzen. Auch gefundenes Bildmaterial aus Magazinen der 1950er und 1960er oder aus Pulp Science Fiction-Heften der 1970er Jahre nutzt er in seinen Werken. Marti verkehrt jedoch die Bedeutung bekannter Symbole, Ikonen und Sujets, indem er subjektive und spontane Veränderungen an ihnen vornimmt: Fotos werden gespiegelt und doppelt belichtet, Negative mit einer Klinge eingeschnitten und dem Licht ausgesetzt, Magazincover werden übermalt, beklebt und im Anschluss gescannt. Im Gegensatz zur Fotografie hinterlässt die Scantechnik physische Spuren von Staub und Kratzern auf dem Material, wodurch die Bilder eine neue haptische und sogar mystische Präsenz entwickeln.

www.kunstverein-bs.de

Wahlverwandtschaft

Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus
Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus

Einblicke in die aktuellen Kunstentwicklungen des Landes Brandenburg gewährt die Ausstellung „Wahlverwandtschaft“ mit Beiträgen der neun Stipendiaten für Bildende Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg 2009/2010/2011 vom 19. November 2011 bis zum 15. Januar 2012 im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung (Samstag, 19. November 2011, 15.00 Uhr) findet zudem die offizielle Verabschiedung von Frau Dr. Perdita von Kraft als Direktorin des Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus nach 17 Jahren Museumsleitung und als Vorstandsmitglied der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus statt.

Frank Gaudlitz
Bogdàn Zoltán, 19 Jahre, Ungarn

Neben über die Landesgrenzen hinaus längst namhaften Künstlern sind es jüngere, teils noch wenig bekannte Positionen, die in der Schau „Wahlverwandtschaft“ vorgestellt werden. Diese Form der Künstlerförderung wird vom Land Brandenburg kontinuierlich seit 1994 betrieben. Seit 1999 gehören derartige Präsentationen zum festen Programm des Kunstmuseums Dieselkraftwerk Cottbus.

www.museum-dkw.de

HfbK Designpreis
der Leinemann-Stiftung
für Bildung und Kunst

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
2. Dezember 2011 bis 8. Januar 2012

Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von 33 jungen Nachwuchskünstlern der Hochschule für bildende Künste Hamburg, die aufgrund ihrer Aktualität, Eigenständigkeit und Qualität für den HfbK Designpreis der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst nominiert wurden.

Zu sehen sind zwölf experimentelle Positionen zu den virulenten Design-Fragestellungen unserer Zeit, an denen augenfällig wird, dass die Grenzen zwischen gestalterischen und künstlerischen Ausdrucksformen fließend sind und die klassische Definition vom Designer als Produktgestalter ihre Gültigkeit verloren hat.

Oliver Schau
DN_100 – Installation mit Drainagerohren

Das Spektrum reicht von Material- und Funktionsforschungen über ungewöhnliche Ansätze zum „Urban Gardening“ bis hin zu innovativen Studien zur Umnutzung von Raum. Die sich wandelnde Rolle des Designs spiegelt sich in der Verschiedenartigkeit der gezeigten Arbeitsansätze wider, die zu Entdeckungen wie auch zu überraschenden Einsichten einladen.

Der mit 4.000 Euro dotierte HFBK Designpreis wird im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 1. Dezember 2011 um 19.00 Uhr verliehen. Der HfbK Designpreis wurde erstmals 2010 vergeben und ist eine Anerkennung für junge Designerinnen und Designer in Hamburg.

www.mkg-hamburg.de

Ellsworth Kelly –
Plant Drawings

Staatliche Graphische Sammlung München
Pinakothek der Moderne

Eine Auswahl von 60 Zeichnungen und 24 großformatigen Lithographien von Pflanzen des heute 88-jährigen Amerikaners Ellsworth Kelly umspannt alle Jahrzehnte seines Schaffens seit seinem 6-jährigen Aufenthalt in Frankreich von 1948-54. Aus dieser frühen Zeit resultiert ein reiches zeichnerisches Werk, das von der unmittelbaren Naturbeobachtung ausging. In diesen Kontext gehört auch Kellys Auseinandersetzung mit einem klassischen Thema der bildenden Kunst seit Jahrhunderten, der Pflanzendarstellung. Kelly selbst bezeichnete seine frühen Pflanzenzeichnungen als Ausgangspunkt seines gesamten späteren Werks.

Leaves, 1992, Pencil on paper
Castor Bean, 1961, Ink on paper
Burdock, 1986, Pencil on paper

Ellsworth Kelly zählt zu den weltweit bedeutendsten und von internationalen Sammlern begehrtesten Künstlern der Gegenwart. Zu dieser Ausstellung, die nach ihrer Premiere in München im Louisiana Museum of Modern Art in Dänemark und im Metropolitan Museum in New York zu sehen sein wird, erscheint ein umfangreiches Katalogbuch im Schirmer Verlag mit rund 100 Abbildungen, einem Interview zwischen Ellsworth Kelly und Marla Prather und einem Essay von Michael Semff.

Ausstellungsdauer: 07.10.2011 bis 08.01.2012

www.pinakothek.de

Rosa Zschau –
Die Kom­ple­xi­tät der
Ein­fach­heit

Neu Arbeiten der Künstlerin
kunstbar

Nach Jah­ren der Aqua­rell­ma­le­rei über­trägt Rosa Zschau jetzt die farb­li­che Schich­tung auf druck­gra­fi­sche Ar­bei­ten. Aus ein­fa­chen Ele­men­ten wer­den im Zu­sam­men­druck kom­ple­xe Ge­bil­de, je­weils Uni­ka­te, die in grö­ße­ren und klei­ne­ren Se­ri­en vor­han­den sind und immer mit­ein­an­der in Zu­sam­men­hang ste­hen.

Über Rosa Zschaus Ar­bei­ten schrieb Chris­toph Kas­ten­bau­er im Münch­ner Mer­kur:

„Die Kom­ple­xi­tät der Ein­fach­heit, so könn­te man die Werke der Künst­le­rin Rosa Zschau in we­ni­gen Wor­ten auf den Punkt brin­gen. Dass man doch mehr Worte be­nö­tigt, spricht für die Ar­bei­ten und den Mut, sich auf neue, ex­pe­ri­men­tel­le Wege zu wagen…Neues in der Kunst zu wagen, muss nicht in ab­sto­ßen­den Ab­sur­di­tä­ten gip­feln. Neues kann ein­fach sein…

Wenn man tief genug gräbt, stößt man auf das Un­ver­wech­sel­ba­re in Zschaus Kunst – die Ord­nung, die in mehr­schich­ti­ger Über­la­ge­rung ir­gend­wann zum Chaos wird…

fressen und gefressen werden III, Lithografie 1/1, 50x65, 360 €

Rosa Zschau
Lithografie

In der Regel er­ge­ben künst­le­ri­sche Ord­nung und Chaos im Zu­sam­men­hang das, was man heut­zu­ta­ge als mo­der­ne Kunst de­fi­niert. Zschau be­schreibt hier ihren ei­ge­nen und doch ganz ähn­li­chen Weg. Sie treibt die Ord­nung so­lan­ge auf die Spit­ze, bis der gar nichts mehr übrig bleibt, als zum Chaos zu mu­tie­Ren…“

Rosa Zschau

Samurai, Bühnenstars und schöne Frauen

Japanische Farbholzschnitte
10. September 2011 bis 15. Januar 2012

Das Museum Kunstpalast in Düsseldorf präsentiert bis zum 15. Januar 2012 die Ausstellung “Samurai, Bühnenstars und schöne Frauen. Japanische Farbholzschnitte von Kunisada und Kuniyoshi”, die von dem Japanischen Generalkonsulat Düsseldorf betreut ist. Ausgestellt sind über 80 Arbeiten zwei japanischer Künstler des 18. und 19 Jahrhunderts, die zu ihren Lebzeiten miteinander konkurriert haben.

Utagawa Kunisada (1786-1865): „Mutter und Kind, dauernde Liebe“ ca. 1845

Die Arbeiten von Kunisada und Kuniyoshi thematisieren berühmte Künstler aus dem volkstümlichen Kabuki-Theater, Theaterszenen, Heldendarstellungen und Frauenbildnisse.

www.smkp.de

Karin Christoph –
Am Ende der Welt

Finis terrae
kunstbar

Naturelemente und Landschaften mit ihrer Vielfalt an Formen und Farben dienen als Inspiration für Karin Christophs Arbeiten. Ausgehend von dieser Idee “verselbstständigen” sich Farbe und Material während des Entstehungsprozesses und treten mit ihren Gedanken in einen Dialog. Das Bild ist wie eine Niederschrift ihrer seelischen Empfindungen, die sich als farbliche oder auch als stoffliche Spuren in den Bildern lesen lassen.

Wurzeln, 130x105 Acryl auf Leinwand, 2009

Wurzeln
Karin Christoph

Karin Christoph lebt und arbeitet in Essen. Seit 2010 studiert sie Kunst und Malerei an der fadbk, der freien Kunstakademie, Essen.

Karin Christoph

Tür an Tür –
Polen-Deutschland

1000 Jahre Kunst und Geschichte
23. September 2011 bis zum 9. Januar 2012

Anlässlich der polnischen EU-Ratpräsidentschaft organisiert der Warschauer Königsschloss in Zusammenarbeit mit dem Martin-Gropius-Bau in Berlin die Ausstellung “Tür an Tür. Polen-Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte”. Die Ausstellung findet vom 23. September 2011 bis zum 9. Januar 2012 im Martin-Gropius-Bau statt.

Herzogin Hedwig

Im Vordergrund der Ausstellung steht die über 1000-jährige deutsch-polnische Geschichte, derer Einflüsse in Religion, Politik, Sprache und Wirtschaft zu sehen sind. Die besondere Aufgabe der Ausstellung besteht in der Präsentation wechselseitiger Beziehungen zwischen Deutschland und Polen.

Insgesamt sind über 700 Arbeiten historischer und zeitgenössischer Kunst zu sehen. Darunter Gemälde, Skulpturen, Handschriften, Grafiken, Fotografien, Filmmaterial und Bücher. Einen besonderen Stellenwert nimmt in der Ausstellung das Werk von Jan Matejko “Preußische Huldigung” ein, das vom Nationalmuseum in Krakau ausgeliehen wurde.

www.berlinerfestspiele.de

Gabríela Friðriksdóttir

Crepusculum
29. September 2011 bis 8. Januar 2012

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet der isländischen Künstlerin Gabríela Friðriksdóttir die Einzelausstellung “Crepusculum”. Im Vordergrund der Ausstellung steht nicht das vollendete Werk selbst, sondern seine Quellen und der Schöpfungsprozess. Die Künstlerin kombiniert diverse Kunstformen wie Malerei, Zeichnungen, Fotografien oder Rauminstallationen, Performances und Videofilme miteinander. Auch kulturelle, religiöse und psychische Aspekte werden auf unterschiedlichen Ebenen miteinander verbunden.

Gabríela Friðriksdóttir wurde 1971 in Reykjavik geboren. Sie studierte in Reykjavik und in Prag. Bekannt wurde Friðriksdóttir durch die Beteiligung an der 51. Biennale di Venezia 2005. Ihre Arbeiten waren u.a. im Migros Museum, Zürich (2006) und dem Prospectif cinéma des Centre Pompidou, Paris (2007) sowie im Akureyri Art Museum in Island (2005) und dem Museum of Contemporary Art Tokyo (2010) zu sehen.

www.schirn.de

RAY kommt!

Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain
April bis Oktober 2012

Im Jahr 2012 startet in Frankfurt am Main das Fotografieprojekt RAY. Das Projekt entsteht u.a. in Kooperation mit dem Städel Museum, dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und dem Fotografie Forum Frankfurt. In der Ausstellungsreihe werden an 12 unterschiedlichen Orten im Reihn-Main-Gebiet Fotografien und Videoinstallationen präsentiert.

www.ray2012.de

150 Jahre
Deutsch-Japanische
Freundschaft

Langen Foundation, Neuss
17. Juli bis 6. November 2011

Zur Feier der Deutsch-Japanischen Freundschaft präsentiert die Langen Foundation in Neuss zwei Ausstellungen zeitgenössischer und historischer Kunst Japans. Die erste Ausstellung “Particle Tickle” von Takehito Koganezawa zeigt zwei Großraum-Installationen unter Verwendung von Licht und Video. Takehito Koganezawa wurde 1974 in Tokyo geboren. Seit einigen Jahren lebt und arbeitet der Künstler in Berlin.

Particle Tickle, Takehito Koganezawa

Die zweite Ausstellung mit dem Titel “Visual Stories – Japans Bilder erzählen: Bildrollen – Manga – Anime” widmet sich dem für die japanische Kultur charakteristischen Erzählen mit Bildern. Die Sammlung präsentiert Hänge- und Querrollen, von denen die ältesten aus dem 13. Jahrhundert stammen.

Falkenjagd im Frühling und Sommer, 18. Jh.

Parallel zur Ausstellung findet am 30. August um 19.00 Uhr ein Vortrag von Jacqueline Berndt statt, die an der Kyoto Seiko Universität für Comic-Theorie tätig ist.

www.langenfoundation.de

50 Millionen Euro für
die Kunsthalle Mannheim

Die Kunsthalle Mannheim erhält von der Stiftung Hector 50 Millionen Euro für den erforderlichen Neubau. Die Stiftung hat die Kunsthalle schon in früheren Jahren unterstützt und mit ihr eng zusammengearbeitet. Die Kunsthalle Mannheim verleiht jährlich den Hector-Kunstpreis, der durch die Stiftung finanziert wird.

www.kunsthalle-mannheim.eu

Marc Brandenburg

Zeichnung
15. Juli bis 9. Oktober 2011

Die Hamburger Kunsthalle präsentiert vom 15. Juli bis zum 9. Oktober 2011 die Ausstellung “Marc Brandenburg. Zeichnung”. Brandenburgs Werke sind von der Pop- und Punkkultur geprägt und thematisieren den Standpunkt der heutigen Gesellschaft. Als Vorlage dienen ihm Bilder und Photos, die er im vielschichtigen Kopierverfahren überarbeitet.

Untitled, 2010

Die Ausstellung umfasst rund 60 Zeichnungen, die in dem Saal der Meisterzeichnung unter Schwarzlicht präsentiert werden.

www.hamburger-kunsthalle.de
www.marcbrandenburg.de

Kulturhauptstadt 2016 –
San Sebastián und Breslau

Die spanische Stadt San Sebastián wird sich 2016 den Titel als europäische Kulturstadt mit der polnischen Stadt Breslau teilen. Dies hat die EU-Kommision in Brüssel mitgeteilt. Seit 1985 wird der Titel an eine europäische Stadt verliehen. Die Städte Turku (Finnland) und Tallinn (Estland) tragen den Titel im Jahr 2011.

David Chipperfield
erhält Architekturpreis

Neues Museum, Museumsinsel Berlin
DAM Architekturpreis 2010

Der Architekturpreis 2010 des Deutschen Architekturmuseums DAM in Frankfurt am Main geht in diesem Jahr an den Architekten David Chipperfield für den Wiederaufbau des Neuen Museum, Museumsinsel Berlin. Der Bau von Chipperfield Architects in Zusammenarbeit mit Julia Harrap überzeugte die elfköpfige Jury aus Kuratoren, Architekten und Journalisten allen voran durch den sensiblen Umgang mit dem historischen Baubestand sowie dem hohen Niveau zeitgemäßer Gestaltung.

Neues Museum, Museumsinsel Berlin, Treppenhalle

Die Preisverleihung findet am 28. Januar im Rahmen der Ausstellungseröffnung “DAM Preis für Architektur in Deutschland 2010 – Die 23 besten Projekte in/aus Deutschland” statt.

www.dam-online.de

Enwezor tritt in die
Fußstapfen von Dercon

Enwezor übernimmt ab Oktober das Zepter
Haus der Kunst, München

Enwezor übernimmt die Leitung des Haus der Kunst in München. Er tritt seine Stelle im Oktober 2011 als Nachfolger von Chris Dercon an, der im April seine neue Tätigkeit als Direktor der Tate Modern in London aufnimmt.

Okwui Enwezor

Enwezor war künstlerischer Leiter mehrerer Ausstellungen. Von 1996-97 leitete er die zweite Johannesburg Biennale in Südafrika, mit der die Apartheid auch im kulturellen Bereich ein symbolisches Ende fand. Von 1998-2002 wurde er als erster Vertreter eines nichtwestlichen Landes für die künstlerische Gesamtleitung der documenta 11 in Kassel bestellt. 2006 kuratierte er die Biennale für zeitgenössische Kunst in Sevilla und von 2007-08 die 7. Gwangju Biennale in Südkorea. 2010 kuratierte Enwezor in der Walther Collection in Ulm eine Ausstellung zu afrikanischer Fotografie.

www.hausderkunst.de

Bild- und Quellennachweise
v.o.n.u.

Zimmermann & Heitmann GmbH ///// Kunstraum Grässlin, Wolfgang Günzel ///// Wolfgang Tillmans, kunstbar ///// Schacher – Raum für Kunst //// Ute C. Latzke ///// Theater Duisburg, Hans Jörg Michel ///// Nike Schröder ///// Roman Ondák: Porträt, Fabrizio Giraldi; Installationsansicht, Achim Kukulies, Kunstsammlung NRW ///// Dr. Marion Ackermann, Sebastian Drüen, 2011, Kunstsammlung NRW ///// Kunstsammlung NRW, Jens Willebrand, Kunstsammlung NRW ///// Fabian Marti, Untitled, 2011, gebrannter Ton, Glasur, Courtesy Galerie Peter Kilchman, © Fabian Marti ///// Frank Gaudlitz, Bogdàn Zoltán / 19 Jahre / Ungarn, aus der Folge: Warten auf Europa. Begegnung an der Donau. 2003-2005, C-Print, 147 × 120 cm ///// Oliver Schau ///// Ellsworth Kelly, Leaves, 1992, Pencil on paper, 45,7 × 61 cm, Private collection; Ellsworth Kelly, Castor Bean, 1961, Ink on paper, 57,2 × 72,4 cm, Private collection; Ellsworth Kelly, Burdock, 1986, Pencil on paper, 33,2 × 25,3 cm, Staatliche Graphische Sammlung München ///// Rosa Zschau ///// Utagawa Kunisada (1786-1865): „Mutter und Kind, dauernde Liebe“ ca. 1845, Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Graphische Sammlung ///// Herzogin Hedwig, unbekannter Künstler um 1530 © Bayerische Schlösserverwaltung, Landshut, Burg Trausnitz ///// caricatura museum frankfurt – Museum für Komische Kunst, Greser & Lenz Elch, © Hans Traxler ///// Charles Atlas, Hail The New Puritan, 1985-1986, 16-mm-Film, transferiert auf Video, 84:47 Min., Farbe, Ton, Videostill, Courtesy of Electronic Arts Intermix (EAI), New York, www.eai.org ///// Ernst May: Bebauungsplan Riederwald, Rotenbusch und Bornheimer Hang, 1926/27 © DAM; Ernst May vor Siedlungsplänen, Frankfurt, ca. 1927 © DAM; Hochzeitsfoto Ernst und Ilse May, 1919 © DAM; Ilse May mit Söhnen Klaus und Thomas, Wohnhaus May, Frankfurt-Ginnheim, 1928 © DAM; Siedlung Bruchfeldstraße, Frankfurt am Main, 1927 © Deutsches Kunstarchiv, Nürnberg; Großsiedlung Neu Vahr, Bremen, 1961 © Hamburgisches Architekturarchiv ///// Takehito Koganezawa, Dust, 2010, Courtesy the artist; Unbekannter Künstler, Falkenjagd im Frühling und Sommer, 18. Jh. © Sammlung Viktor und Marianne Langen ///// Marc Brandenburg, Untitled, 2010, Graphite on paper, 40.7 × 35 cm © Privatsammlung München; Marc Brandenburg ///// Aristarkh Chernyshev und Alexei Shulgin, 3G International, 2010, Courtesy: XL Gallery, Moskau; Martin Parr: South Africa. Durban. July Races. 2005; United Arab Emirates. Dubai. DIFC Gulf Art Fair. 2007 ///// Rudolf Holtappel, Duisburg, Juliusstraße mit Stadtwerk © Bochumer Privatsammlung ///// Mazu, Turning (Ten Thousand Waves) © Isaac Julien ///// Neues Museum, Museumsinsel Berlin, Treppenhalle, Foto: Hélène Binet ///// Okwui Enwezor © Jeff Weiner ///// Franz Erhard Walther, Körpergewichte (Nr. 48, 1. Werksatz) (Body Weights [No. 48, First Work Set]), 1966 © the artist, Photo © Hugo Glendinning ///// Chris Der­con, Foto: Mari­on Vogel, 2009, © Haus der Kunst

Gerhard Richter.

Die Kunst im Plural – Editionen
Kunstsammlung NRW, Düsseldorf

Er ist einer der international erfolgreichsten deutschen Künstler der Gegenwart, Gerhard Richter. In zahlreichen Museen und Sammlungen der Welt sind seine Gemälde, Skulpturen und Installationen gegenwärtig. Parallel dazu enstanden Editionen, also Druckgrafiken, Foto-Editionen, Multiples, Gemälde-Editionen, Künstlerbücher und Plakate.

“Gerhard Richter. Die Kunst im Plural – Editionen”, so lautet der Titel der aktuellen Interimsausstellung in der Kunstsammlung NRW, im Düsseldorfer K20 am Grabbeplatz. Sie ist vom 15. Februar bis 09. März 2014 zu sehen. Die ausgestellten Arbeiten von Gerhard Richter sind allesamt Editionen der Olbricht Collection, der weltweit umfangreichsten Sammlung von Gerhard Richters Auflagenwerken.

Anlass der Ausstellung ist das bevorstehende Erscheinen des neuen Werkverzeichnisses von Richters Editionen. Der Sammler Thomas Olbricht läßt die Arbeiten Richters für sich sprechen, indem er feststellt, “Über Richter ist eigentlich schon alles gesagt.” Dies bestätigt sich umso mehr bei vielen, der in der Ausstellung zu sehenden Werken Richters, als sie, wie Richter selbst sagt, “ungeplante Bilder” sind.
Insgesamt handelt es sich bei der aktuellen Ausstellung um 45 Editionen, die der Künstler in den vergangenen zehn Jahren geschaffen hat. Für ihn stellen die Editionen ein weites Experimentierfeld zur kritischen Auseinandersetzung mit den bildnerischen Möglichkeiten zeitgenössischer Kunst dar. Überdies sieht Richter “Editionen als einen willkommenen Ausgleich für die Produktionen von Gemälden, die Unikate sind. Es ist eine großartige Möglichkeit, meine Arbeiten einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln.”

Die in K20 gezeigten Arbeiten werden durch die eigene Sammlung des Hauses perfekt ergänzt. In zwei großen Räumen sind bedeutende Hauptwerke Gerhard Richters in der Ständigen Sammlung zu sehen.

www.kunstsammlung.de

Taming the Narrative

Basis
01.11.2013 bis 08.01.2014, Frankfurt

Die merkliche Zunahme von narrativen Aspekten im künstlerischen Film führte in den letzten Jahren zu einer umfassenden Diskussion über die Alleinstellungsmerkmale und Unterscheidungskriterien zwischen den Gattungen des in Kinopräsentationen gezeigten Films und den explizit im Kunstkontext verorteten narrativen, filmischen Arbeiten.

Wurde das Bewegtbild seit den 1960er Jahren zumeist experimentell hinsichtlich seiner formalen und inhaltlichen Möglichkeiten untersucht, so zeigt sich in den 1990er Jahren ein verstärktes Interesse an erzählerischen Ansätzen. Im Kontext der aktuellen künstlerischen Praxis, die sich narrativen Vermittlungsmodellen zuwendet, zeigt sich heute nunmehr ein verstärktes Interesse an der kritischen Befragung handlungslogisch aufgebauter Erzählstrukturen. Um diese Tendenzen sichtbar zu machen, stellt die Ausstellung Taming the Narrative aktuelle Positionen und ihren Umgang mit erzählerischen Elementen innerhalb des künstlerischen Bewegtbildes vor, die das Modell des Narrativs einer kritischen Reflexion unterziehen und rückt die Begriffe der Dekonstruktion und der Verdichtung ins Zentrum der Auseinandersetzung.

Im Kontext der hier vorgestellten künstlerischen Positionen von Keren Cytter, Jakob Egenrieder, Jeanne Faust, Simon Fujiwara, Sven Johne und John Skoog wird deutlich, mit welchen Strategien der gegenwärtige Umgang mit Narration Grundfragen unserer Weltvermittlung spiegelt. Wirklichkeit, Erfahrung von Zeit und Selbst werden darin als grundlegende Parameter unserer Lebenswirklichkeit sichtbar, ohne an bekannte oder stereotype Vermittlungsinstanzen des populären Erzählkinos anzuschließen.

basis-frankfurt.de

Hélio Oiticica
im Palmengarten


MMK Frankfurt
28.9.2013 bis 12.1.2014

Im Rahmen der Retrospektive “Hélio Oiticica. Das große Labyrinth” im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main zeigt der Palmengarten vom 31.8. bis 27.10.2013 drei begehbare Außeninstallationen des brasilianischen Künstlers. In einem der Pavillons, Penetrável PN 14, findet ein Performance- und Filmprogramm mit Interventionen zeitgenössischer Künstler statt.



Oiticica (1937-80) gilt als Vorreiter der partizipativen Kunst. Zur gleichen Zeit wie Joseph Beuys in Deutschland entwickelte er in den frühen 1960er–Jahren Überlegungen, die Kunst in den Raum hinein zu erweitern und für die Gesellschaft zu öffnen. Er verstand sich als Konstrukteur von Materialität, Farbe, Zeit, Raum und Situationen. Seine raumgreifenden Installationen eröffnen durch ihre ästhetischen und architektonischen Qualitäten besondere Räume der Wahrnehmung und Interaktion.


Für das Programm haben Studierende zwölf junge, internationale Künstler und Künstlergruppen eingeladen, sich mit dem Penetravél PN 14 im Palmengarten auseinanderzusetzen. Es entstehen ortsbezogene Arbeiten: Experimente mit Sound, Sprache und Tanz, Projektionen, Salonabende und Begehungen.


mmk-frankfurt.de

Siehste, jeht doch!

Meisterklasse Arno Fischer
Letzter Jahrgang

Im Berliner Haus am Kleistpark zeigen 32 Fotografinnen und Fotografen des letzten Jahrgangs der Meisterklasse Arno Fischer an der Ostkreuzschule für Fotografie eine umfassende Werkschau ihrer Arbeiten, die der Lehrende noch selbst betreut hat.

Arno Fischer (1927-2011) war nicht nur Wegbereiter der Fotografie in der DDR, er war einer der großen deutschen Fotografen der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts und für lange Zeit der wohl wichtigste Lehrer des fotografischen Metiers.

Eva Brunner

Der Titel der Ausstellung „Siehste, jeht doch!“ war seine gleichermaßen anerkennende und ermunternde Bemerkung beim Abschluss einer gelungenen Fotoarbeit. Die Ausstellung spiegelt die ganze Bandbreite des künstlerischen Ausdrucks seiner Student/innen und die Fähigkeit Arno Fischers, sich auf das fast unbegrenzte Spektrum unterschiedlichster Themen und Bildwelten einzulassen. Matthias Flügge, der 2009 gemeinsam mit Arno Fischer die bis heute international reisende Retrospektive des ifa in der Bundeskunsthalle in Bonn konzipiert hat, begleitet diese Ausstellung als kuratorischer Berater. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit den Werken aller Teilnehmer.

Die ausstellenden Fotografen: Anna Arendt,Verena Berg, Antje Berghäuser, Sabine von Breunig, Eva Brunner, Michele Caliari, Mischa Christen, Florian Fischer, Olle Fischer, Axel Gehrke, Cordula Giese, Hannah Goldstein, Marta Górnicka, Anne Helmer, M. Kardinal, Meike Kenn, Birgit Krause, Heiko Krause, Claire Laude, Birgit Nitsch, Piotr Pietrus, Uta Protzmann, Judith Schenk, Christoph Schieder, Eric Schütt, Andreas Seibert, Anna Thiele,Thomas Tiltmann, Irina Tübbecke, Luca Vecoli, Carolin Weinkopf, Nicole Woischwill

Vernissage: Sonntag, 14. April 2013, 17.00 Uhr
Finissage: Sonntag, 02. Juni 2013, 17.00 Uhr
Ausstellung: 14. April bis 02. Juni 2013
Grunewaldstr. 6-7, 10823 Berlin

Eva Brunner
hausamkleistpark.de

Reisestipendium
für Klassen
McBride und Williams

Kunststipendium
Düsseldorf

Das gemeinschaftlich von der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf und dem Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen vergebene Reisestipendium in Höhe von 6.000 € wird in diesem Jahr anteilig den Klassen von Rita McBride und Christopher Williams zugesprochen.

Traditionell wird das bereits 1994 ins Leben gerufene Stipendium in der Woche des Akademierundgangs vergeben. Die Klasse von Prof. Christopher Williams konnte in diesem Jahr durch ein diskursiv-filmisches Rahmenprogramm sowie durch eine gemeinsame Edition mit Einzelarbeiten der Studierenden in einer 5er Auflage die Jurymitglieder überzeugen.

Der Klasse von Prof. Rita McBride gelang es, mit dem Gemeinschaftsprojekt “Value” die Neugierde der Jury zu wecken. Das Projekt “Value” setzt sich mit der Frage des Werts der Kunst auseinander. Die Entscheidung der Jury, in diesem Jahr zwei herausragende Klassenleistungen auszuzeichnen, soll die Zusammenarbeit der Studierenden untereinander fördern und dazu beitragen, den Ideenaustausch zu intensivieren. So soll der Gedanke der kollektiven gegenüber der individuellen Leistungsschau gestärkt werden.

Die Rundgangspräsentationen der Klassen McBride und Williams zeigen beide in hervorragender Weise, wie wichtig innerhalb der Klasse die Arbeit in Form eines gruppendynamischen, diskursiven Prozesses ist, der gleichzeitig das individuelle und künstlerische Fortkommen prägen kann. Das Reisestipendium ermöglicht den Studierenden der beiden Klassen jeweils eine Reise, die der weiteren Entwicklung der künstlerischen Arbeit dient.

Finanziert wird das Stipendium von der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf. Die Mitglieder der Jury sind Hans-Jürgen Hafner, Direktor des Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen und Martina Waetermans, Geschäftsführerin der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf.

kunstverein-duesseldorf.de

Zukunftsvisionen
urbaner Architektur

Guido Niehues
Fotograf, Düsseldorf

Eine ver­las­se­ne Dop­pel­haus­hälf­te legte vor vier Jah­ren den Grund­stein zur Fo­to­gra­fie. Seit­dem fin­det man Guido Nie­hu­es (35) vor allem in Lost Pla­ces. Oder auf der Suche nach All­tags­si­tua­tio­nen und Ar­chi­tek­tur. Ein Ab­le­ger sei­ner Fo­to­gra­fi­en sind Col­la­gen. Zum Bei­spiel mit vor­ge­ge­be­ner Sym­me­trie.

2112
Guido Niehues

Sie flie­gen, sie schwe­ben, sie ste­hen. Wir schreiben das Jahr 2112. Zu­kunfts­vi­sio­nen aus ur­ba­ner Ar­chi­tek­tur, deren ein­zi­ge Ma­ni­pu­la­ti­on die Spie­ge­lung ist. Be­kann­te An­sich­ten ver­bin­den sich zu etwas Un­ge­se­he­nem. Ge­hal­ten vom An­schnitt, um­ge­ben von Schwe­re­lo­sig­keit.

Guido Niehues

Feine Bilder –
100 x Paul Klee

Kunstsammlung NRW
Düsseldorf, bis 10. Februar 2012

Das Beste vorweg: Inzwischen sind es 101 Bilder von Paul Klee, welche die Kunstammlung NRW im Museum im ehemaligen Ständehaus am Kaiserteich, K21, präsentiert: Anschaulich, überschaubar und einfach schön anzusehen. Die Ausstellung mit dem Untertitel “Geschichte der Bilder” kann noch bis zum 10. Februar 2013 besucht werden.

Ausstellungsimpressionen

Die hier gezeigte Sammlung mit Bildern von Paul Klee gehört zu den umfangreichsten Beständen dieses Künstlers in Deutschland. Es ist das erste Mal, dass alle diese Werke öffentlich gezeigt werden. Dabei stehen nicht nur die Bilder im Mittelpunkt der Ausstellung, sondern auch die wechselvolle Geschichte dieser Bilder. Der Künstler lehrte seit Anfang der 1930-er Jahre an der Düsseldorfer Kunstakademie und emigrierte unter dem Druck der nationalsozialistischen Diktatur Ende 1933 in die Schweiz.

Die aktuell im K21 zu sehenden Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle geben einen unvergleichlichen Einblick in das OEuvre dieses höchst vielseitigen Künstlers und vermitteln einen umfassenden Überblick über Klees nahezu unerschöpfliche Kreativität. Anschauen lohnt sich!

Im übrigen gibt es ein Begleitprogramm zur Ausstellung, welches wie viele andere Informationen auch, online abzurufen ist.

kunstsammlung.de

Mauricio Guillén –
Avenida Progreso

MMK Zollamt
28.7. bis 16.9.2012

Die Werke des in Mexiko geborenen Künstlers Mauricio Guillén umfassen Film, Fotografie, Textarbeiten und Objekte. Guillén verbindet dabei persönliche Erfahrungen und konzeptuelle Strategien, mit denen er untersucht, wie Bilder und Sprache unser Verständnis von Kultur und Geschichte beeinflussen.

Zum ersten Mal in Deutschland werden die Arbeiten in einem institutionellen Rahmen präsentiert. Im Mittelpunkt der Ausstellung im MMK Zollamt steht der 16mm Schwarz-weiß-Film „Avenida Progreso“, für dessen Produktion Guillén an den Ort seiner Kindheit und Jugend zurückgekehrt ist. Die Geschichte des Films führt den Betrachter durch Viertel wie Polanco, Irrigación und Oceanía in Mexiko-Stadt bis an das Straßenende der Avenida Progreso. Im Zentrum einer anachronistischen Reise durch die Straßen, die meist nach abendländischen Philosophen und Literaten, wie Goethe, Byron, Marx, Tolstoi und Aristoteles benannt sind, steht ein Professor für Philosophie und Ästhetik.

Mauricio Guillén
Avenida Progreso
Filmstill, 2012

Der in einer großen Rauminstallation präsentierte Film begleitet den Protagonisten in der Universität, bei der Konfrontation mit seinen Studenten und schließlich auf dem Heimweg mit dem Taxi durch das mexikanische Viertel. Tradition und Gegenwart treffen auch musikalisch aufeinander mit dem Einsatz von Schönbergs „Verklärte Nacht“ und einem eigens für den Film von dem Soundkünstler Florian Hecker komponierten Stück.

Guillén stellt in dem narrativ angelegten Film zwei Generationen gegenüber und untersucht soziale sowie kulturelle Unterschiede innerhalb einer Gesellschaft, die sich im Wandel befindet und doch noch immer vom Kulturimport der Kolonisation geprägt ist.

Fotografien und Textarbeiten, die sich mit Sprache und der Funktion von Sprache als Kulturträger beschäftigen, ergänzen den Film. Die Ausstellung wird gefördert durch die Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler.

mmk-frankfurt.de

Neue Kuratorin
für die Hamburger
Kunsthalle

Dr. Karin Schick
Hamburger Kunsthalle

Dr. Karin Schick, derzeitige Direktorin des Kirchner Museum Davos, wird zum 1. Dezember 2012 neue Kuratorin für den Bereich Klassische Moderne an der Hamburger Kunsthalle. Schick folgt Dr. Ulrich Luckhardt, der nach über 24 Jahren an der Hamburger Kunsthalle die Leitung der Internationalen Tage Ingelheim übernimmt. Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor der Hamburger Kunsthalle, ist glücklich über die Neubesetzung: “Ich freue mich sehr auf die künftige Zusammenarbeit mit der erfahrenen Museumsleiterin, die durch originelle und intelligente Ausstellungen von sich reden gemacht hat.”

Dr. Karin Schick

Karin Schick, geboren 1968 in Laupheim, studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik in Tübingen und Boston. Nach Forschungsaufenthalten in den USA und ihrer Promotion im Jahr 1998 sammelte sie an der Hamburger Kunsthalle als wissenschaftliche Assistentin Erfahrungen. 2003 wurde sie Kuratorin für die Klassische Moderne und das 19. Jahrhundert sowie stellvertretende Direktorin am Kunstmuseum Stuttgart. Seit Juli 2006 ist Karin Schick Direktorin des Kirchner Museum Davos. Hier realisierte sie zahlreiche Ausstellungen zur Kunst des 20. Jahrhunderts, u. a. zu Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde und Sophie Taeuber-Arp, sowie gemeinsam mit der Fundación Mapfre in Madrid die erste Ausstellung zu Kirchner in Spanien.

www.hamburger-kunsthalle.de

Von Fertigteilen und
Self-made Men

Vitra Design Museum
Weil am Rhein

24. Mai 2012, 18.00 Uhr. Moderne Architektur als Slapstick: Gezeigt werden drei Stummfilm-Klassiker über die Tücken moderner Architektur, darunter »One Week« von Buster Keaton. Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei.

Vitra Design Museum

Galerie plan.d

plan.d. Produzentengalerie
Düsseldorf

Am Samstag, 28. April 2012, findet ab 19.00 Uhr in der Produzentengalerie plan.d. in Düsseldorf die Eröffnung der Ausstellung “Skulptur und Zeichnung” von Wolfgang Hahn und Doris Kaiser statt.

Die Ausstellung endet am 20. Mai 2012 um 15.00 Uhr mit einer Finissage.

www.galerie-plan-d.de

Fresh Widow –
Fenster-Bilder seit
Matisse und Duchamp

Kunst­samm­lung Nord­rhein-West­fa­len
K20, Düs­sel­dorf

Die aktuelle, noch bis zum 12. August 2012 in der Kunstsammlung NRW, in K20 am Grabbeplatz in Düsseldorf zu sehende Ausstellung trägt einen auf den ersten Blick seltsam anmutenden Titel.

Mit mehr als 100 Gemälden, Zeichnungen, Objekten, Skulpturen, Fotografien und Projektionen aus den vergangenen 100 Jahren rankt sich die Ausstellung thematisch um eines der beliebtesten Motive der Kunst, dem Fenster. Sie zeigt, wie Künstler seit Robert Delaunay oder Henri Matisse in ihren Fenster-Bildern eine Malerei erprobten, die nicht mehr allein dem Abbilden von Wirklichkeit verpflichtet ist.

Seit Jahrhunderten ist das Fenster ein häufig dargestelltes Motiv der Maler. Bilder vom “Zimmer mit Aussicht”, in dem das Fenster die Schwelle zwischen Innen- und Außenraum markiert, dienen dabei seit jeher auch der Reflexion über das Medium Malerei selbst resp. über andere künstlerische Genres.

Die Beobachtung, dass der Blick auf ein Bild dem durch ein offenes Fenster gleiche, schrieb der Renaissance-Gelehrte Leon Battista Alberti bereits 1435 in seiner Abhandlung über Malerei nieder. Das Fenster blieb auch im 20. Jahrhundert ein beliebtes Bildmotiv. Immer häufiger wurde es isoliert gezeigt, ohne Bindung an eine Architektur, ohne Ausblick in eine Landschaft.

Mit dem verkleinerten Nachbau eines französischen Fensters, dessen Scheiben mit schwarzem Leder abgeklebt und damit undurchsichtig sind, markiert Marcel Duchamp 1920 so lakonisch wie eindringlich den Abschied vom Ausblick: “Fresh Widow” verkündet mit seinem sprachspielerisch auf “French Window” bezogenen Titel programmatisch diesen Verlust und öffnet den Weg zu Neuem.

Weitere bekannte Beispiele aus der motivisch orientierten Ausstellung sind Matisses “Interieur rouge, nature morte sur table bleue” (1947), Jeff Walls “Morning Cleaning” (1999) oder Gerhard Richters hoch interessante Perspektiven und Illusionen schaffende “7 stehende Scheiben” (2002).

Installationsansichten

Zweifellos ist die aktuelle Ausstellung aus jeder Perspektive ein echter Hingucker – sie vermittelt einen spannenden Einblick und einen ebensolchen Ausblick durch das großartige Fenster der Kunst.

www.kunstsammlung.de

Neue Leitung der
Galerie der Gegenwart

Brigitte Kölle und Petra Roettig
Hamburger Kunsthalle

Ab März 2012 wird Brigitte Kölle zusammen mit Petra Roettig die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle leiten. Als Kuratorin für zeitgenössische Kunst ist Brigitte Kölle für Malerei, Skulpturen, Objekte und Installationen zuständig, Petra Roettig wie bisher für Graphik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie für Fotografie.

Nach einem Studium der Kultur- und Museumswissenschaften in Hildesheim und New York arbeitete Brigitte Kölle als kuratorische Assistenz in internationalen Ausstellungshäusern, u.a. im Museum Fridericianum in Kassel und am Dia Center for the Arts in New York. Anschließend betreute sie als Sammlungsleiterin die umfangreiche zeitgenössische Privatsammlung Froehlich in Stuttgart. Als Kuratorin und wissenschaftliche Leiterin der Kunsthalle Portikus Frankfurt am Main konzipierte und realisierte sie, unter der Direktorenschaft von Prof. Kasper König, von 1994 bis 1998 über 25 Ausstellungen und Publikationen im Bereich der internationalen zeitgenössischen Kunst. Von 1999 bis 2003 war Kölle als Kuratorin am Institute of Visual Arts in Milwaukee tätig. Zudem realisierte Kölle in zahlreichen Kunstinstitutionen im In- und Ausland Projekte. 2011 war sie künstlerische Leiterin der Arthur Boskamp-Stiftung in Hohenlockstedt. Brigitte Kölle ist zudem Kuratorin der Ausstellung Louise Bourgeois. Passage dangereux in der Hamburger Kunsthalle.

Petra Roettig studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Volkskunde in Freiburg und Hamburg. 1985 bis 1988 Aufenthalt am Warburg Institute London und Promotion zur Graphik der Reformationszeit. Es folgten Tätigkeiten im Kunsthandel. Bis 1996 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Politische Ikonographie des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg im Warburg-Haus. Seit 1997 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hamburger Kunsthalle, seit 2001 Kustodin im Kupferstichkabinett für Graphik von 1900 bis heute und für Fotografie. Seit 2007 leitet sie die Galerie der Gegenwart. Petra Roettig ist Mitglied des Vorstands der Griffelkunst, Mitglied des Arbeitskreises Kunst, Hamburg sowie Mitglied der Kunstkommission der Kulturbehörde Hamburg.

www.hamburger-kunsthalle.de

Marooned

Nathalie Bissig / Kara Yong Kara Choko
Galerie Helga Maria Bischoff, Berlin

Neue Gemälde, Skulpturen und Fotografien von Nathalie Bissig und Kara Yong Kara Choke sind in der Zeit vom 10. Januar bis zum 11. Februar 2012 in der Berliner Galerie Helga Maria Bischoff zu sehen. Die Vernissage findet am Freitag, 7. Januar um 18.00 Uhr statt.

Nathalie Bissig
C-Print, 2011

www.hmbischoff.com

Number Five –
Cities of Gold and Mirrors

Julia Stoschek Collection
Düsseldorf

Anlässlich der Ausstellung “Number Five – Cities of Gold and Mirrors” zeigt die Julia Stoschek Collection von Dezember 2011 bis Mai 2012 ein begleitendes Filmprogramm. Jeden zweiten Mittwoch im Monat wird ab 19.30 Uhr im Kino der Julia Stoschek Collection jeweils ein Film präsentiert, der unter visuellen oder inhaltlichen Aspekten einem Werk der aktuellen Ausstellung als Bezugs- oder Inspirationsquelle diente. Zudem wurden Filme berücksichtigt die Parallelen zu den Handlungen, Orten oder Kontexten der einzelnen Arbeiten aufweisen oder diese weiterführen.

Eintritt frei. Begrenzte Sitzplätze. Parallel ist die aktuelle Sammlungspräsentation ab 18:00 Uhr geöffnet.

www.julia-stoschek-collection.net

Zuhause –
Schüler kuratieren
eine Ausstellung

Museum für Moderne Kunst
17. Dezember 2011 bis 25. März 2012

16 Jugendliche der Ludwig-Börne-Schule in Frankfurt übernehmen seit einigen Monaten im MMK die Rolle von Kuratoren: Im Rahmen des partizipatorischen Kunstvermittlungsprojektes „SHOW UP! 2011“ wählen sie ein Ausstellungsthema, stellen Werke aus der MMK Sammlung zusammen, schreiben Begleittexte und bereiten die Hängung der Kunstwerke vor. Das Ergebnis dieser intensiven Auseinandersetzung mit den Werken des MMK ist die Ausstellung „Zuhause“, die am 16. Dezember 2011 eröffnet wird.

Nachdem das MMK mit dem Pilotprojekt „SHOW UP! 2010“ im vergangenen Jahr neue Wege in der Kunstvermittlung eingeschlagen hat und dafür mit dem renommierten „Kinder zum Olymp“-Preis der Kulturstiftung der Länder ausgezeichnet wurde, setzt das MMK das erfolgreiche Projekt fort.

Die Ausstellung zeigt Werke von u.a. Paul Almasy, Anna und Bernhard Blume, Heiner Blum, Stefan Exler, Hans-Peter Feldmann, Bernhard Härtter, Martin Honert, Johannes Hüppi, Michael Kalmbach, Eva von Platen, Cornelia Schmidt-Bleek, Andreas Slominski, Florian Slotawa, Abisag Tüllmann.

„Zuhause“ ist kuratiert von Zelal Akbulut, Asli Bolat, Alessandro Calvente, Fabio Constanza, Estefanio Da Silva, Dominik Ebisch, Dominik Eschert, Tarik Ince, Kübra Karadeniz, Florian Kirchner, Albert Lopoz, Tuana Özcelik, Giuseppe Pagano, Laura Srsa, Marc Schwetz, Kübra Yurdakul.

Eröffnung: Freitag, 16.12.2011, 18.00 Uhr

www.mmk-frankfurt.de

Philipp Otto Runge Stiftung
vergibt Stipendium an
Tarje Eikanger Gullaksen

Stipendienvergabe
Hamburg

Zum dritten Mal vergibt die Philipp Otto Runge Stiftung in enger Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle ein Jahresstipendium an einen jungen Künstler mit Residenzpflicht in Hamburg. In diesem Jahr fiel die Wahl der Jury auf den norwegischen Künstler Tarje Eikanger Gullaksen.

Tarje Eikanger Gullaksen (*1973) studierte an der Königlichen Kunstakademie Kopenhagen freie Kunst und Kunstwissenschaften und lebt seit 2005 in Berlin. Gullaksen verfolgt einen auf Recherche basierenden Arbeitsansatz und arbeitet in einem breiten Spektrum künstlerischer Medien wie Text, Installation, Skulptur, Zeichnung und Film. Er interessiert sich für Situationen, in denen Dinge ihre gewohnten Funktionen verlieren und auf andere Bedeutungszusammenhänge verweisen. In der Wahl seiner künstlerischen Mittel macht er deutlich, dass jede Form der Darstellung prinzipiell zum Scheitern verurteilt ist, da die künstlerische Sprache den Inhalt von der ersten Formulierung an mitbestimmt. Gullaksen spürt in seiner Arbeiten den Stellen nach, in denen ein Repräsentationsmodell in ein anderes übergeht. Gerade anhand dieser Nahtstellen, Übergänge, Sprünge und Übersetzungsmechanismen kann er Sensibilitäten freilegen, die unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit um neue Qualitäten erweitert.

Seine Arbeitsweise hat die Jury ebenso überzeugt wie das Projekt, das er während seines Stipendiums realisieren möchte. Gullaksen hat die Absicht, inspiriert von Werner Herzogs Buch „Vom Gehen im Eis” (1974), das die Erfahrung eines persönlich motivierten Gewaltmarsches von München nach Paris aufzeichnet, in Hamburg eigene mehrwöchige Wandererfahrungen zu machen und zu reflektieren. Gullaksen verbindet auf diese Weise Ansätze der Spaziergangswissenschaften mit dem situationistischen Dérive, dem sich Treibenlassen im städtischen Raum. Sein bewusstes Wandervorhaben verbindet ihn mit den deutschen Romantikern Philipp Otto Runge und Caspar David Friedrich, die zu den ersten gehörten, die ihre Wanderungen bereits als Teil ihrer künstlerischen Arbeit verstanden und das Prozesshafte dieser Art der Naturerfahrung in ihrem Kunstbegriff mitdenken konnten.

www.philipp-otto-runge-stiftung.de

Parallels –
Fotografie-Hightlights
in Frankfurt am Main

Museum für moderne Kunst
Jubiläumsausstellung

Anhänger zeitgenössischer Fotografie können sich freuen: Zusätzlich zur großen Jubiläumsausstellung zum 20-jährigen Bestehen des MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main können sie weitere Werke der Sammlung besichtigen. Erstmals zeigen die Hauptförderer der Jubiläumsausstellung, DekaBank, Deutscher Sparkassen- und Giroverband und Helaba, ab 30. September 2011 unter dem gemeinsamen Ausstellungstitel „Parallels“ Fotografie-Highlights des MMK in ihren Räumlichkeiten.

Tobias Zielony, Ross

In der DekaBank, sind Werke u.a. von Thomas Ruff, Candida Höfer, Taryn Simon und Tobias Zielony zu sehen. Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen widmet sich der Fotografie in Künstlerbüchern. Gezeigt werden u.a. Exponate von Nobuyoshi Araki, Ed Ruscha und Wolfgang Tillmans. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) zeigt im Sparkassenhaus in Berlin Fotografien von Barbara Klemm.

www.mmk-frankfurt.de

Daniel Richter

10001nacht
4. September bis 6. November 2011

Die Kestnergesellschaft in Hannover präsentiert die Ausstellung “10001nacht” von Daniel Richter. Richter zählt zu den bedeutendsten Malern zeitgenössischer Kunst. In der Ausstellung setzt er sich mit Märchen und Erzählungen aus dem Märchenband “1001 Nacht” auseinander und transformiert sie in märchenhaft bedrohliche Szenarien. Die Eröffnung der Ausstellung “10001nacht” findet am 3. September 2011 um 19.00 Uhr statt.

www.kestnergesellschaft.de

Atlas. How to carry
the world on one’s
back?

Sammlung Falkenberg, Hamburg
1. Oktober bis 27. November 2011

Die Sammlung Falkenberg präsentiert vom 1. Oktober bis zum 27. November 2011 die Ausstellung “Atlas. How to carry the world on one’s back?”. Im Vordergrund der Ausstellung steht nicht das vollendete Werk des Künstlers, sondern seine Quellen, Vorgehensweisen und der Prozess des Schaffens selbst.

Marcel Broodthaers: Pense-Bete, 1964

Ein wichtiges Werk der Ausstellung ist der Bilderatlas “Mnemosyne” von Aby Warburg, der viele Arbeiten des 20. und 21. Jahrhunderts zusammenstellt.

www.deichtorhallen.de

Gesichter der Renaissance

Meisterwerke italienischer Portrait-Kunst
25. August bis zum 20. November 2011

Das Bode-Museum Berlin präsentiert vom 25. August bis zum 20. November 2011 die Ausstellung der italienischen Portrait-Kunst “Gesichter der Renaissance”. Unter der 150 Werken befinden sich Zeichnungen, Gemälde, Medaillen und Büsten. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt bei der Darstellung der weiblichen Schönheit, des Aussehens und der Persönlichkeit des Menschen.

Domenico Ghirlandaio
Bildnis eines Greisen mit einem Kind

Anhand der Arbeiten wird die Entwicklungsgeschichte der Portrait-Kunst von Pisanello über Verrocchio, Botticelli bis hin zu Bellini und Leonardo erzählt.

www.smb.museum

Henri Cartier-Bresson

Die Geometrie des Augenblicks
Landschaften

Vom 3. September 2011 bis zum 13. Mai 2012 zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg die Ausstellung “Die Geometrie des Augenblicks” von Henri Cartier-Bresson. Cartier-Brensson gehört zu den bedeutendsten Vertreter der modernen Fotografie. Seine Arbeiten sind auf seinen zahlreichen Reisen durch Europa, Mexico, Indien, China, Indonesien, die USA und die damalige Sowjetunion entstanden.

Henri Cartier-Bresson

Ausgestellt werden rund 100 Fotografien, die er selbst zu Lebzeiten ausgewählt hat.

www.kunstmuseum-wolfsburg.de

Carl Morgenstern und
die Landschaftsmalerei
seiner Zeit

Museum Giersch, Frankfurt am Main
25. September 2011 bis 29. Januar 2012

Carl Morgenstern gehört zu der bekanntesten Frankfurter Malern des 19. Jahrhunderts. Anlässlich seines 200. Geburtstags präsentiert das Museum Giersch die Ausstellung “Carl Morgenstern (1811-1893) und die Landschaftsmalerei seiner Zeit”. Sein Schaffen ist größtenteils durch seinen Italienaufenthalt von 1834 bis 1837 geprägt. In der Ausstellung wird eine große Auswahl seiner Arbeiten von Gemälden über Ölskizzen, Ölstudien bis hin zu Aquarellen und Zeichnungen gezeigt.

www.museum-giersch.de

Susan Philips –
Die Metaphorik des Fließens

Seven Tears
10. Juli bis 25. September 2011

Das Ludwig Forum für internationale Kunst in Aachen präsentiert die Ausstellung “Seven Teams – Die Metaphorik des Fließens” von Susan Philipsz. Philipsz ist eine in Glasgow geborene Musikkünstlerin, die durch ihre Großrauminstallationen bekannt geworden ist. Im Ludwig Forum präsentiert sie sieben ihrer Arbeiten als Gesamtwerk. Über insgesamt 23 Lautsprecher arrangiert sie ein musikalisches Erlebnis mit Musik aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

www.ludwigforum.de

Hans-Christian Schink

Fotografien 1980 bis 2010
1. Juli bis 3. Oktober 2011

Das Museum Küppersmühle für moderne Kunst in Duisburg präsentiert vom 1. Juli bis zum 3. Oktober 2011 die Ausstellung “Hans-Christian Schink. Fotografien 1980 bis 2010”. Schink ist einer der wichtigsten deutschen Fotografen der Gegenwart. Er fotografiert die Wirklichkeit aus dem Blickwinkel des Beobachters. Die Fotografien sind auf Schinks zahlreichen Reisen von Nordkorea bis in die Antarktis entstanden.

Hans-Christian Schink

In der Ausstellung werden über 100 Fotografien aus 30 Jahren im Großformat gezeigt. Zum ersten Mal werden auch Arbeiten aus seiner Studienzeit und aus den früheren 1980er Jahren zu sehen sein.

www.museum-kueppersmuehle.de

Rundgang Hamburg

Fleetinsel und Kontorhausviertel
Galerien laden ein

Am Freitag, 2. September, 18.00 bis 23.00 Uhr und am Samstag, 3. September, 12.00 bis 20.00 Uhr findet der Rundgang Hamburg statt. Weitere Infos zum Rundgang Hamburg gibt es auf der Website.

www.rundganghamburg.de

Geburtstagsgeschenke
für das MMK – Neue
Rauminstallation von
Wolfgang Tillmans

MMK – Museum für Moderne Kunst
Frankfurt am Main

Zu seinem 20. Geburtstag ist das MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main hochkarätig beschenkt worden. Zahlreiche Spitzenwerke bereichern fortan die umfangreiche Sammlung des MMK.

Mit der Schenkung einer Arbeit von Wolfgang Tillmans erfüllte die Frankfurter Ernst Max von Grunelius-Stiftung dem MMK einen schon lange gehegten Wunsch. Die 42-teilige Rauminstallation „Frankfurt Installation 2011“ ist derzeit in der Jubiläumsausstellung „20 Jahre Gegenwart“ zu sehen. Wolfgang Tillmans (* 1968) wurde in den 1990er Jahren durch Fotografien der urbanen Jugendkultur und Modeszene bekannt und hat seitdem sein künstlerisches Repertoire kontinuierlich erweitert. Mittlerweile zählt er zu den international renommiertesten Künstlern der Gegenwart. Die für das MMK von Tillmans realisierte Rauminstallation stellt seine Bildproduktion und -präsentation in einem exemplarischen Überblick dar. Die 42 Fotografien in unterschiedlichen Formaten sind sachlich dokumentierende als auch persönliche Detailaufnahmen einer globalisierten Gegenwart, die Tillmans auf seinen Reisen um die Welt festgehalten hat.

Frankfurter Installation, 2011
Wolfgang Tillmans

„Mit dieser Arbeit von Wolfgang Tillmans verdichten wir die fotografische Sammlung unseres Hauses und ergänzen sie um ein weiteres Highlight zeitgenössischer Fotografie. Ich bin der Ernst Max von Grunelius-Stiftung dafür zutiefst dankbar“, so Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin des MMK. Darüber hinaus unterstützt die Ernst Max von Grunelius-Stiftung das MMK bereits seit vielen Jahren als „Partner“ und wird im Kuratorium der „Freunde des MMK“ durch Gerd Schmitz-Morkramer vertreten.

(Auszug aus dem Pressetext des MMK)

www.mmk-frankfurt.de
www.grunelius-stiftung.de
Wolfgang Tillmans

Egill Sæbjörnsson

The Egg or the Hen, Us or Them
23. Juli bis 9. Oktober 2011

Das Künstlerhaus Bremen stellt eine ungewöhnliche Reihe von Arbeiten des isländischen Künstler Egill Sæbjörnsson aus. Die Ausstellung “The Egg or the Hen, Us or Them” ist vom 23. Juli bis zum 9. Oktober 2011 zu sehen. Sæbjörnsson versucht durch seine Arbeiten die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft zu testen und sie zu erweitern. In seinen Arbeiten werden alltägliche Gegensände zum Leben erweckt und in Video- und Klangprojektionen verwandelt.



Egill Sæbjörnsson

Der Künstler kombiniert viele Techniken wie Installationen, Sound, Video oder Performance miteinander, um neue Formate zu schaffen. Egill Sæbjörnsson lebt und arbeitet in Berlin und Reykjavík.

www.kuenstlerhausbremen.de

Once Upon a Time:
Fantastic Narratives
in Contemporary Video

Guggenheim Museum, Berlin
8. Juli bis 9. Oktober 2011

Das deutsche Guggenheim Museum in Berlin präsentiert noch bis zum 9. Oktober 2011 die Ausstellung “Once Upon a Time: Fantastic Narratives in Contemporary Video”. Die Ausstellung versucht die Frage zu beantworten, wie sich anhand von Videokunst fantastische Geschichten und moderne Märchen erzählen lassen. Gezeigt wird eine Auswahl aus der Sammlung des Salomon R. Guggenheim Museums.

www.deutsche-guggenheim.de

Wunder

Deichtorhallen Hamburg
23. September 2011 bis 5. Februar 2012

Nach antiker Vorstellung sind Wunder Ereignisse, die man nicht voraussehen und leicht erklären kann. Jede Religion versucht sie auf eigene Art und Weise zu beschreiben. Die Frage, die man sich oft dabei stellt, ist: Geschehen Wunder wirklich oder sind sie unsere Vorstellung? Rationales menschliches Denken fordert Beweise. Lassen sich Wunder überhaupt beweisen?!

Diese und weitere Fragen sind das zentrale Thema der Ausstellung “Wunder” , die in den Deichtorhallen Hamburg vom 23. September 2011 bis zum 5. Februar 2012 in Zusammenarbeit mit der Siemens Stiftung präsentiert wird.

Terence Koh
Untitled, 2006

Die Einteilung der Ausstellung in vier getrennte Themenbereiche weist den Besucher auf übergreifende Zusammenhänge und miteinander verbundene Visionen hin. Mitten in der Ausstellungshalle befindet sich ein Sitzbereich, der zum Pausieren und Überlegen einlädt.

Die Themenbereiche sind der Bedeutung des Wunders in der Geschichte und Gegenwart der christlichen und wissenschaftlichen Kulturen, den Bildern von Wunder und Wunderbarem, der medialen Vermittlung vom Mittelalter bis heute gewidmet. Der vierte und letzte Bereich beschäftigt sich mit der Macht der Gemeinschaft und dem Umgang der Menschen mit dem Magischen, Fremden und Anderen und knüpft dabei an den ersten Themenbereich an.

Die Ausstellung besteht insgesamt aus 60 Objekten, die bei der Darstellung des Themas eine besondere Rolle spielen.

www.deichtorhallen.de

Solaris

Ute C. Latzke
got lost out there

“Solaris” ist das neue Bild aus der Serie “got lost out there” von Ute C. Latzke. Die Bilderserie besteht zur Zeit insgesamt aus 20 Arbeiten mit unterschiedlichen Motiven, die seit 2009 von der Künstlerin selbst inszeniert und arrangiert werden.

Die Szenen und dargestellten Personen sind Interpretationen und aus ihrer Umgebung isoliert, ganz neu inszeniert und arrangiert. Unberührbar, unerreichbar, unantastbar – Fluch oder Segen? Traumbilder, die Individuen Ikonengleich. Sie wirken versehrt und verloren, fast ausgesetzt in einer anonymen und unwirklichen Welt.

Solaris
Ute C. Latzke

Die auf den Bildern auftretenden Personen erzählen ihre eigene Geschichte, die den Betrachter fesseln und ihm viele verwirrende Fragen stellen soll. Für die Künstlerin Ute C. Latzke mag das eine ganz andere sein, als für den Betrachter, der sich fragt: Was soll das, wo ist das, was ist da passiert? Und genau das ist beabsichtigt. Dann läuft das Kopf-Kino beim “Zuschauer” an und wohl bei jedem ein anderer Film.

Die suggestiven Motive aus der Serie “got lost out there” fordern den Blick des Betrachters. Schärfe (Individuum) und Unschärfe (Szene) lassen das Auge hin- und herspringen, um letzendlich die Person (Ikone) zu fokussieren. Das Gezeigte, die Geschichte, das Drama sind nicht leicht zu erfassen. Der Rezipient entdeckt womöglich immer wieder etwas Neues, vielleicht sogar Verstörendes im scheinbar Offensichtlichen.

Ute Latzke

Anime

High Art-Pop Culture
29. Juli 2011 bis 8. Januar 2012

Die Bundeskunsthalle in Bonn präsentiert vom 29. Juli 2011 die Ausstellung “Anime! High Art-Pop Culture”. Die japanischen Zeichentrickfilme “Anime” erleben seit mehreren Jahren einen Boom und beeinflussen mit hoher Qualität die Kunst und Populärkultur.

Metropolis, Japan 2001

Die Ausstellung ermöglicht einen Blick in die Geschichte, Ästhetik und Produktionsweise der japanischen Zeichentrickfilme. Neben Fotos sind auch Filmsequenzen und seltene Sammlerstücke zu sehen.

www.bundeskunsthalle.de

Barbara Rapp

Kaiserswerther Kunstpreis 2011

Am 4. Juni 2011 wurde in Düsseldorf-Kaiserswerth der Kunstpreis an die österreichische Malerin und Lyrikerin Barbara Rapp verliehen. Der Kunstpreis wird von den Kaiserswerther Ärzten Dr. Afschin Fatemi und Professor Dr. Martin Jörgens gemeinsam mit der Redaktion des Online-Portals www.freundederkuenste.de in Höhe von 5.000 Euro vergeben.

Frauenbild zu entsorgen, Collage und Acryl-Mischtechnik auf Leinwand, 2009, 120x100

Frauenbild zu entsorgen

Barbara Rapp arbeitet nicht nur in Österreich sondern auch in Deutschland. In ihren Arbeiten thematisiert die Künstlerin das heutige Bild der Frau in den Medien und in der Öffentlichkeit auf eine sehr provokante und ironische Art und Weise. Grell geschminkte Gesichter oder grotesk überzeichnete Geschlechtsmerkmale gehören zu ihren Motiven. Barbara Rapps Spektrum geht von Malerei und Gra­fik, Mixed Media, Fotografie und Video bis hin zu großen Rauminstallationen und Projekten.

Barbara Rapp

Der Wunsch nach der
Abstraktion des Körpers

Marc Grönnebaum
Fotografie

Am Anfang stand der Wunsch nach der Abstraktion des Körpers; und die unbändige Lust am Experimentieren mit Körpern und Substanzen. Diese teilt der Fotokünstler Marc Grönnebaum mit seinen Modellen – die manchmal auch auf die Seite hinter die Kamera wechseln. Ursprünglich ganz klassisch arbeitend – analog begonnen mit eigenem Schwarzweiss-Labor – entwickelte sich aus einem spielerischen Konzeptzweig ein fast eigenständiges Genre.

Die aktuellen Körperbilder des Düsseldorfer Künstlers sind auf den ersten Blick meist verstörend, abstrakt und ungemein „dreckig“. Archaisch provozierende Akte – von Modellen, deren Haut mit den verschiedensten ungewöhnlichen Substanzen und Farben bedeckt ist. Gemeinsam mit seinen Modellen lotet Grönnebaum die Grenzen der visuellen Verfremdung aus. Die Möglichkeiten sind dabei fast unendlich. Was hinterher auf den Bildern wie ein extremer Grenzgang aussieht und den Betrachter in ein Wechselbad der Gefühle zwischen Ekel und Ästhetik taucht, war für Modelle und Künstler bei den Aufnahmen eigentlich immer der pure Spaß am Ungewöhnlichen.



Digitale Retuschen und Composings lehnt Marc Grönnebaum ab. Spezialeffekte werden ausschließlich auf der Haut der Modelle erzeugt. Lediglich Farbigkeit und Kontraste werden gezielt gesteuert, um die gewünschte Wirkung zu unterstützen.

Marc Grönnebaum

100 Jahre
100 Stühle

Ausstellung auf Tournee
Vitra Design Museum, Weil am Rhein

Das Vitra Design Museum präsentiert aus der Reihe “Ausstellung auf Tournee” die Sammlung “100 Jahre – 100 Stühle”. Die Ausstellung zeigt Möbelstücke aus verschiedenen Stilepochen des aktuellen und des vergangenes Jahrhunderts. Parallel zu den Design- und Kunstobjekten werden Zeichnungen, Skizzen und Bilder aus dem Archiv des Vitra Design Museums gezeigt, die die Herstellungsweise und -geschichte der Objekte beschreiben.

www.design-museum.de

Themenparcours

Der Mensch in seinen Welten
Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln

Das Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln präsentiert nach der Neueröffnung im Oktober 2010 die Ausstellung “Themenparcours − Der Mensch in seinen Welten”. Die Ausstellung liefert einen Überblick über das Leben von Menschen in unterschiedlichen Kulturen und zeigt Objekte zu verschiedenen Lebensbereichen wie Wohnen, Rituale, Religion, Kleidung und Schmuck.

Foyer mit Reisspeicher

Die 3.600 qm große Ausstellungsfläche ermöglicht einen Blick in die Vielseitigkeit menschlicher Kulturen.

www.museenkoeln.de

Mit Google “Street View”
ins Museum

Spaziergang durch 17 Museen und Galerien
Google Art Project

Mit Google “Street View” ins Museum. Google stellt neues “Art Project” vor, das Nutzern einen virtuellen Rundgang in 17 Museen und Galerien ermöglicht. Das Projekt basiert auf dem Google Dienst “Street View” und stellt über 1.000 Arbeiten von über 450 Künstlern bereit, die in 385 virtuellen Räumen besichtigt werden können.

www.googleartproject.com

Bild- und Quellennachweise
v.o.n.u.

Pressetext Basis ///// Reisestipendium, Newsletter Kunstverein Düsseldorf ///// Paul Klee Ausstellungsimpressionen, © Robert Küppers ///// Mauricio Guillén, Filmstill, MMK Frankfurt, Auszug aus dem Pressetext ///// Dr. Karin Schick, Heinzpeter Lindroth ///// Fresh Widow, Installationsansichten, Robert Küppers, Achim Kukulies ///// Neue Leitung der Galerie der Gegenwart, Auszug aus dem Pressetext ///// Nathalie Bissig, o.T. (coconut, tamarind), C-Print , 46.5 × 35.5 cm, 2011 ///// Tobias Zielony, Ross, 2009-2011 ///// Marcel Broodthaers: Pense-Bete, 1964. Buch, Papier, Gips, Kugel aus Plastik und Holz ///// Domenico Ghirlandaio: Bildnis eines Greisen mit einem Kind, um 1490 ca. Paris, Musée du Louvre © Réunion des Musées Nationaux, Paris ///// Henri Cartier-Bresson: PAR43607 © Henri Cartier-Bresson/Magnum Photos ///// Frankfurter Installation, 2011, 42 Fotografien, Wolfgang Tillmans, Schenkung der Ernst Max von Grunelius-Stiftung, Frankfurt am Main Installationsansicht/Teilansicht, Foto: Axel Schneider ///// Egill Sæbjörnsson: The Egg or the Hen, Us or Them, Künstlerhaus Bremen 2011, Fotografie: Tobias Hübel, Courtesy the artist und i8 Gallery ///// Terence Koh, Untitled, 2006 © Terence Koh. Courtesy Peres Projects, Los Angeles, Berlin, Foto © A. Burger, Zürich / Kunsthalle Zürich ///// Joel Sternfeld: A Woman at Home in Malibu After Exercising, California, August 1988 aus der Serie: Stranger Passing © Courtesy of the artist and Luhring Augustine, New York, 2011; Wet ‘n Wild Aquatic Theme Park, Orlando, Florida, September 1980 aus der Serie: American Prospects © Courtesy of the artist and Luhring Augustine, New York, 2011; After A Flash Flood, Rancho Mirage, California 1979 aus der Serie: American Prospects © Courtesy of the artist and Luhring Augustine, New York, 2011 ///// Ute C. Latzke ///// Metropolis, Regie: Rintaro, Japan 2001 ///// Barbara Rapp ///// Marc Grönnebaum ///// Foyer mit Reisspeicher, Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Martin Claßen und Arno Jansen, Köln

Schmela Haus

Neuer Name, neuer Inhalt
Düsseldorf                 
 
Als Galeriegebäude hat das heute zur Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gehörende Schmela Haus eine bedeutende Vergangenheit: Hier waren wichtige und frühe Ausstellungen von Joseph Beuys ebenso zu sehen wie zuletzt experimentelle Präsentationen der Gegenwartskunst. Ab Mitte Oktober wandelt sich das von dem niederländischen Architekten Aldo van Eyck geplante Gebäude, nun unter dem neuen Namen „F3 Schmela Haus“, in eine Stätte der Diskussion, des Dialogs und der Debatte. F3 steht für Futur 3, den Ausblick auf eine noch ungekannte Zukunft. Futur 3 heißt aber auch die neue Programmreihe, die in unterschiedlichsten Konstellationen jeden Donnerstagabend die Zukunft  von Kunst und Wissenschaft, Gesellschaft, Stadt und Museum auf den Prüfstand stellt.
 
Den Auftakt macht am 17. Oktober (19.00 Uhr) eine Diskussion mit dem Sammler Harald Falckenberg sowie Peter Weibel und Marion Ackermann zur Zukunft des Sammelns. Die von dem Autor und Kunstpublizisten Heinz-Norbert Jocks konzipierte und moderierte Gesprächsreihe wird mit namhaften Soziologen, Sammlern, Philosophen oder Museumsexperten wie Chris Dercon, Udo Kittelmann oder Thomas Olbricht fortgesetzt. Diskutiert wird unter anderem über das Phänomen Sammeln, die Beziehung von Geld und Sammeln oder das Verhältnis privater und öffentlicher Sammlungen. Zum weiteren Gedankenaustausch lädt im F3 eine von dem Düsseldorfer Künstler Andreas Schmitten gestaltete Bar ein.
 
„Die Reihe Futur 3 eröffnet neue Felder der musealen Praxis“, erklärte die Direktorin der Kunstsammlung Nordhein-Westfalen, Marion Ackermann. Nach dem Ende der Diskurse über Utopien im vergangenen Jahrhundert sei zunächst die Gegenwart ins Zentrum gesellschaftlicher Interessen gerückt. Nun sei das F3 mit seiner von Zukunftsvisionen geprägten strukturalistischen Architektur der frühen 1970er Jahre ein „idealer Freiraum für kommende Diskurse und Fragestellungen eines Museums im 21. Jahrhundert“, betonte die für die Programmreihe verantwortliche Kunstsammlungs-Kuratorin Doris Krystof: „Und Kunst, besonders junge Kunst, hat immer den Aspekt der Zukunft in sich.“
 
Um den zunehmend wichtigeren „Brückenschlag“ zwischen den Kulturen der Welt und auch anderen wissenschaftlichen Disziplinen zu ermöglichen, wird das Schmela Haus zusätzlich zu einer „Kuratorenresidenz“. Das langfristig vom Goethe-Institut geförderte Stipendiatenprogramm soll besonders Themen außereuropäischer Kunst in den Mittelpunkt stellen. Hier erwartet die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen nicht nur Anregungen und Einsichten für die eigene Ausstellungspraxis, sondern auch Impulse für die vielen in der Region lebenden, aber „global“ arbeitenden und vernetzten Künstlerinnen und Künstler.

Proposals and Propositions

Kunstverein Düsseldorf
Veranstaltung

Vom 7. bis 9. Juni 2013 finden im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, unter dem Titel Proposals and Propositions drei Veranstaltungsabende statt, die aus künstlerischer Sicht “Vorschlägen” und “Thesen” gewidmet sind. Am Freitag und Samstag jeweils um 19.30 Uhr werden der in Amsterdam lebende Performer Balthazar Berling sowie das in Düsseldorf und New York aktive ProduzentInnenkollektiv Studio for Propositional Cinema ihre aktuellen Projekte in Form von Performances und Vorträgen vorstellen. Am Sonntag um 17.30 Uhr diskutiert die Kuratorin Stephanie Seidel mit Balthazar Berling in einem öffentlichen Gespräch über seine Performance NEW MEN, die der Künstler als Vorschlag für eine neue Bewegung versteht.

kunstverein.de

Vom Eigensinn der Dinge

KAI 10 – Raum für Kunst
Düsseldorf

Kunst zieht an, aktuell in der Galerie KAI 10 – Raum für Kunst im renommierten Medienhafen in Düsseldorf, Kaistraße 10. Jedenfalls war das Interesse an der aktuellen Ausstellung “Vom Eigensinn der Dinge” bei der Eröffnung überaus groß. Das muss Gründe haben, die in den ausgestellten Arbeiten von Bettina Buck, Hans-Peter Feldmann, Romuald Hazoumè, Sofia Hultén, Monika Stricker und Haegue Yang zu finden sind.

Wo immer wir Menschen begegnen, sind sie von Dingen umgeben. Mal erfüllen diese lebensnotwendige Funktionen, ein anderes Mal sind sie Arbeitsgerät oder Spielzeug, Waffe oder Dekoration, Ware oder Gabe. Vieles in unserer Umwelt entzieht sich jedoch der menschlichen Vereinnahmung. Dann kontrollieren nicht wir die Dinge, sondern sie nehmen uns unter ihre Fittiche. Auch in den Objekten des täglichen Gebrauchs wirkt also mitunter eine unkontrollierbare Eigendynamik und formative Energie, welche die Ausstellung in KAI 10 zu ergründen sucht. Die sechs internationale Künstlerinnen und Künstler befördern ein Verständnis von den Dingen, das über ihre Funktion als menschliche Prothesen, als Archiv kultureller Praktiken oder als bloße Materialisierungen höherer (künstlerischer) Ideen hinausgeht. In Videos, Installationen, Skulpturen und Fotografien lassen uns die Künstler eintauchen in die Welt der Dinge, deren sinnliches Gewand uns wahlweise verführt und provoziert, sie begreiflich aber gleichzeitig auch unübersetzbar macht. Die Werke der Ausstellung regen dazu an, die Rolle von Kleiderständern, Fahrzeugen, Wandfliesen und Co. als Komplizen des Menschen in Handlungen aller Art zu überdenken.

Ausstellungsimpressionen
von Robert Küppers

Zur Ausstellung ist ein Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen im Kerber Verlag erschienen.

Die durch das Goethe-Institut Côte d’Ivoire und das Koreanische Kulturzentrum, Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea unterstützte Ausstellung ist noch bis zum 06. Juli 2013 zu sehen.

www.kaistrasse10.de

Kendell Geers
1988-2012

Haus der Kunst, München
1. Februar bis 12. Mai 2013

Die künstlerische Arbeit von Kendell Geers umfasst die unterschiedlichsten Medien und Gattungen wie Installation, Skulptur, Zeichnung, Video, Performance und Fotografie. Die Ausstellung vollzieht die Veränderungen und die Entwicklung seiner künstlerischen Sprache in zwei je zwölf Jahre umfassenden Werkphasen nach: von 1988 bis 2000 und von 2000 bis heute. Über seine erste, politische Phase gibt die Ausstellung zum ersten Mal in Europa einen Überblick.

Kendell Geers wuchs während der Apartheid als Kind einer weißen südafrikanischen Arbeiterfamilie auf, die den Zeugen Jehovas angehörte. Bereits in jungen Jahren wurde er mit Themen wie Glaube, Politik und Ideologie konfrontiert. Mit fünfzehn Jahren verließ er sein Elternhaus und schloss sich der militanten Anti-Apartheid-Bewegung an. Aus diesen prägenden Erfahrungen als Frontkämpfer gegen die Apartheid entwickelte Geers ein künstlerisches Werk, in dem sich das Private mit dem Politischen, das Poetische mit dem Elenden, und Gewalt mit erotischer Spannung verbindet. In seinen Arbeiten dieser Periode setzte er sich mit den inneren Widersprüchen des Regimes der Apartheid auseinander und stellte jegliche Form von Macht in Frage.

Kendell Geers
Fuckface, 2007, C-print

Geers’ visuelles Vokabular ist von Provokation, Humor und Gewalt geprägt. Die Verwendung gefundener Objekte wie Stacheldraht, Neonleuchten und Glasscherben zeigt, dass das Readymade in seiner Arbeit eine zentrale Rolle spielt. Geers wählt dabei den Alltagsgegenstand nach dessen symbolischem Gehalt und weniger nach ästhetischen Gesichtspunkten aus. Für ihn ist ein Objekt mehr als die Summe seiner Teile: Es ist die Verkörperung einer Ideologie und ein Porträt sowohl seines Herstellers als auch seines Konsumenten.

Auch in Geers’ persönlichem Archiv spielt das Readymade eine wichtige Rolle. Seine Sammlung von Zeitungsartikeln, Hollywood-Filmen, politischen Plakaten, Fotografien und Briefen dient ihm als Inspirationsquelle und bildet zugleich ein Kontinuum in seinem künstlerischen Schaffen.

Geers stellt sein eigenes Leben mit allen Details und persönlichen Erfahrungen, seine Erinnerungen, Ängste, Begierden sowie mythologische Ideen ins Zentrum seiner Kunst; er begreift sich als “EuroAnimist”, der die alten animistischen Traditionen Afrikas mit der Sprache der europäischen Avantgarde zusammenführt.

Die Ausstellung wird von Clive Kellner, Curator-at-large der Gordon Schachat Collection und ehemaliger Direktor der Johannesburg Art Gallery, kuratiert.

hausderkunst.de

Skinning

exp12, Berlin
20. Oktober bis 16. Dezember 2012

Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan, sie hält uns zusammen. Über sie nehmen wir verschiedene Reize auf. Sind diese stark genug, wecken sie ein Gefühl, eine Assoziation. So durchdringen sie die einzelnen Schichten, dann geht es sprichwörtlich „unter die Haut“. Meist hinterlassen sie Spuren, die sich zu Erfahrungen und zu Erinnerungen bahnen. Fotografie ist eine Art diese Erinnerung bildlich festzuhalten, um jene Augenblicke auch für andere sichtbar zu machen.

Claire Laude

Die Fotokünstler von exp12 beschäftigen sich für Skinning intensiv mit den Dingen, die sie persönlich berühren, denn in unserer schnelllebigen Welt nimmt man sich und die eigene Umgebung allzu oft nur oberflächlich wahr und durchblickt nur selten die Vielschichtigkeit einer Gesellschaft, Person, ländlichen oder urbanen Umgebung. Die Ausstellung jedoch stellt in ihrer Gesamtheit eine eigene “Landschaft” aus verschiedenen Perspektiven dar. So wie eine Gesellschaft sich durch Diversität auszeichnet, fügen die Fotografien sich zu einem Panorama zusammen, das zeitgenössische soziale Konstellationen widerspiegelt.

Skinning ist wie eine Geschichte über die Menschen und Orte von gestern, heute und morgen. Jede Arbeit bildet ein eigenes Kapitel darin. Es ist die Geschichte darüber, wie Andere und die Fotografen selbst sich in der Haut und Umgebung fühlen, in der sie stecken. Basierend auf wahren Begebenheiten.

exp12.com
Eva Brunner

MMK Talks

Feldmann trifft Obrist
MMK – Museum für Moderne Kunst

Mit dem Künstler Hans-Peter Feldmann und dem Kurator, Kritiker und Co-Direktor der Serpentine Gallery in London, Hans Ulrich Obrist, treffen beim nächsten MMK Talk zwei alte Bekannte aufeinander.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe sprechen die beiden am Montag, 22. Oktober um 19.00 Uhr im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main in der Reihe mit dem Thema „The Artists“ über ihre Sicht auf die Museen, die Zusammenarbeit mit Direktoren und Sammlungsleitern und die Wechselwirkung auf das Werk von Künstlern.

Hans Ulrich Obrist

Feldmann und Obrist arbeiteten bereits 1991 im Rahmen der ersten von Obrist kuratierten Ausstellung „The Kitchen Show“ zusammen, bei der die Küche des Kurators in St. Gallen zum Ausstellungsraum wurde. Seitdem trafen sie in öffentlichen Gesprächen mehrfach aufeinander. Für Obrists „The Interview Project“ (2010) antwortete Feldmann jeweils mit Bildern auf die schriftlichen Interviewfragen.

Der Eintritt ist frei. Der MMK Talk findet in deutscher Sprache statt.

mmk-frankfurt.de

Ichundichundich.
Picasso im Fotoporträt

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
13. Juli bis 21. Oktober 2012

Pablo Picasso ließ sich leidenschaftlich gerne fotografieren. Die bemerkenswertesten seiner Porträts, von der klassischen Atelierszene über Schnappschussfotografie bis hin zur inszenierten Pose, sind ab dem 13. Juli im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zu sehen. Die Ausstellung versammelt rund 250 Fotoporträts verschiedener Fotografinnen und Fotografen, darunter Berühmtheiten wie Richard Avedon, Brassaï, Henri Cartier-Bresson, Man Ray, Cecil Beaton oder Madame d’Ora.

Madame d’Ora
Pablo Picasso, 1955

Die große Bandbreite der Fotografien reicht von stark psychologisierenden Porträts, die das “wahre” Gesicht des Künstlers offenbaren wollen, über Atelieraufnahmen, die die Orte des Schaffens zeigen, bis zu Momentaufnahmen, die Picasso in seinem Lebensumfeld zwischen Künstlerfreunden, Sammlern und seiner Familie zeigen. Vor allem aber machen sie deutlich, wie Picasso sich selbst sah und wie er gesehen werden wollte. Bewusst setzte er die Fotografie als Medium zur Inszenierung seiner Persönlichkeit ein.

Die Ausstellung zeigt zudem die Rolle, die die Fotografie für die Konstruktion des Künstlerbildes spielt. In den 1950er Jahren sind es immer wieder dieselben Muster, die Fotografen wiederholen. Picassos dunkle Augen, die „nicht aufhören zu schauen“, die aus den Bildern hervorleuchten und entsprechend in Szene gesetzt werden, und seine körperliche Präsenz, die ihn als Frauenheld zeigt, aber auch den potenten genialischen Schöpfer legitimiert.

Die Ausstellung wird unterstützt durch die Ernst August Bester Stiftung und die Hans Brökel Stiftung für Wissenschaft und Kultur.

mkg-hamburg.de

Julia Stoschek
unterstützt Kunstverein

Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen
Düsseldorf

Mit dem Preisgeld des ihr in Berlin verliehenen MONTBLANC DE LA CULTURE ARTS PATRONAGE AWARD wird die in Düsseldorf lebende Kunstsammlerin Julia Stoschek den Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen unterstützen.

Im Jahr 1992 gegründet, vergibt die Stiftung ENTREPRISE MONTBLANC DE LA CULTURE den Preis jährlich an zeitgenössische Kunstmäzene, die durch ihre Tätigkeit die kulturelle Vielfalt ausnehmend bereichern. Die mit dem Preis verbundene Förderungssumme in Höhe von 15.000 Euro wird die Sammlerin an den Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf weiterreichen, in dessen Fokus die Präsentation zeitgenössischer Kunst, deren Diskussion und Vermittlung steht.

julia-stoschek-collection.net
kunstverein-duesseldorf.de

Phantastische Paläste –
Familienausstellung im
Hamburger Kinderzimmer

Galerie der Gegenwart
Kunsthalle Hamburg

In der neuen Familienausstellung der Hamburger Kunsthalle geht es prächtig zu: Rund 15 Kunstwerke, teils auf Goldgrund, strahlen ab dem 15. April im Hamburger Kinderzimmer zum Thema Phantastische Paläste. Große Kuppeln, breite Treppen und verzierte Säulen sind auf den Gemälden wie Dogenpalast von Erich Brill, Säulensaal von Julius von Ehren oder auf der Photographie Hamburger Kunsthalle von Candida Höfer zu sehen. Auch Skulpturen wie eine aus Speckstein nachgebildete Galerie der Gegenwart, Videos vom phantastischen Bauen, Graphiken in geheimnisvollen Schubladen und versteckte Spielstationen erwarten die kleinen und großen Besucher.

Zusätzlich können die Kinder mit Hilfe einer Wanderkarte auch andere Räume der Hamburger Kunsthalle erkunden. Auf diesem “Wanderweg” sind gemütliche Hütten, dunkle Höhlen und die höchsten Türme der Welt zu entdecken. Hierbei zeigt sich, dass das Museum selbst ein großer Prachtbau ist, dessen Formen und Verzierungen aus verschiedenen Zeiten sich mit Rätseln und Mitmachaufgaben der Wanderkarte erklären lassen. Zurück im Kinderzimmer geht es selbst ans Werk: Mit den bunten Spielelementen von Olafur Eliasson kann ein eigener phantastischer Palast gebaut werden.

Kinderzimmer von Olafur Eliasson

Das Hamburger Kinderzimmer ist ein Spiel-, Seh- und Kunsterlebnisraum, den der international renommierte Künstler Olafur Eliasson in der Galerie der Gegenwart gestaltet hat. Kinder ab 6 Jahre und Erwachsene können hier auf besondere Weise schöpferisch mit Kunst umgehen. Im Zentrum steht ein interaktives Werk von Eliasson: The structural evolution project. An einem großen Tisch können mit vielfarbigen Stäbchen und oktogonalen Verbindungskugeln Strukturen und Architekturen zusammengebaut werden. Um die Kinder immer wieder neu anzuregen, werden im Kinderzimmer unterschiedliche Ausstellungen präsentiert. Bisher gab es diese zum Thema Spiegelei und zu den Farben Rot, Gelb, Blau.

www.hamburger-kunsthalle.de

Sprechen sie dick –
Harmony Korine &
David Ostrowski

Jagla Ausstellungsraum, Köln
24. März bis 28. April 2012

Harmony Korine ist 1973 in Bolinas, Kalifornien geboren und lebt heute in Nashville, Tennessee. Korine ist US-Filmregisseur, Autor und Maler. Korine’s Filme sind unkonventionell in der Narration und zeigen oft verstörende Bilder und Personen, lassen aber immer wieder Platz für scheinbar naiven Humor.

Aufmerksamkeit erregte er 1995 mit seinem Drehbuch zu Kids (mit Chloë Sevigny), das vom Fotografen Larry Clark verfilmt wurde. Es folgten Filme wie Gummo (1997), The Diary of Anne Frank Part II (1998), Julien Donkey-Boy (mit Werner Herzog). Im Jahre 2002 drehte Larry Clark den Film Ken Park, basierend auf einem älteren Drehbuch von Korine.

Korines dritter Spielfilm Mister Lonely (Regie, Drehbuch, Produktion), feierte seine Premiere anlässlich der Filmfestspiele von Cannes 2007. Until the Light Takes Us (2008, Performance), Trash Humpers (2009, Regie, Drehbuch), Umshini Wam (2010, Regie, zusammen mit Die Antwoord). In den letzten Jahren hat Korine Kurzfilme und Musikvideos inszeniert (z.B. Sonic Youths „Sunday“). 2003 drehte er den Dokumentarfilm Above The Below über seinen Freund David Blaine. Er schrieb Bücher wie Wunschliste eines Bastards (1997), The Bad Son (1998) oder Pass the Chicken Bitch (2002). Ausstellungen hatte unter anderem bei der Whitney Biennale, The Whitney Museum of American Art, New York, NY, Andrea Rosen Gallery, New York, NY, Maccarone Gallery, New York, Patrick Painter Inc., Santa Monica, Thomas Dane Limited, London, Taka Ishii Gallery, Tokyo, Galerie du Jour agnès b, Paris, Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent.

Sprechen sie dick
Harmony Korine & David Ostrowski

David Ostrowski ist 1981 in Köln geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet. 2009 beendete er sein Studium bei Albert Oehlen als Meisterschüler an der Kunstakademie Düsseldorf. Ab Frühjahr 2012 wird er Atelierstipendiat des Kölnischen Kunstvereins und der Imhoff Stiftung im Schokoladenmuseum sein.

Ostrowski verankert bewusst das Ungesteuerte in seinem Schaffensprozess rund um die „Werkreihe F“. Zerlegte und wieder zusammengesetzte Leinwandfragmente, meist weiß grundiert, teilweise collagenartig ergänzt um Holz-, Papp- oder Papierstreifen, sind dabei der, raue Ausgangspunkt für einen sich anschließenden, scheinbar schnellen Malprozess. Bei diesem verdichten sich gesprühte Linien zu minimalistischen Formen. Durch ein unmittelbares, schnelles Arbeiten und Agieren, das dem Denkprozess zuvorkommt, provoziert der Künstler bewusst Fehlerhaftes. Die höchste Priorität hat für ihn bei diesem Prozess „die Schönheit“ des endgültigen Bildes, wobei sein Schönheitsbegriff auf der Idee des Scheiterns beruht. Es geht nicht um das Scheitern als Maler wie bei Martin Kippenberger, sondern um das Malen durch Fehler, das Scheitern der Malerei selbst und die Perfektionierung dieses Prinzips.

2012 wird Ostrowski seine Arbeiten in einer Einzelausstellung in der Artothek Köln präsentieren. Ausstellungen unter anderem bei BolteLang, Zürich (2012), Rod Barton Gallery, London (2012), Annarumma Gallery, Neapel (2011), Jagla Ausstellungsraum, Köln (2011), Figge von Rosen Galerie, Köln (2011), Parkhaus im Malkasten, Düsseldorf (2010), Fette’s Gallery in Los Angeles (2007), Mike Potter Projects in Berlin, Köln und Oxford.

Eröffnung der Ausstellung ist Freitag, 23. März 2012, 19.00 Uhr.

www.jagla-ausstellungsraum.de

Hochschule für Kunst,
Design und Populäre Musik
nimmt Vorreiterrolle ein

Fachhochschule startet Studienbetrieb
Freiburg

Um der zunehmenden Vernetzung der unterschiedlichen Medien Rechnung zu tragen, vereint die private Fachhochschule, die aus der Fusion der Freien Hochschule für Grafik-Design & Bildende Kunst Freiburg sowie dem beruflichen Ausbildungsgang der Jazz & Rock Schulen Freiburg und dem International Music College Freiburg hervorgegangen ist, wie keine andere verschiedene Disziplinen unter ihrem Dach: Design, Fotografie, Game, Sound, Songwriting, Malerei, Illustration etc.

Kreativ studieren in Freiburg

Durch die gelebte Interdisziplinarität und den fächerübergreifenden Kreativitätstransfer in Lehre, Forschung und frei wählbaren Projekten werden die Absolventen optimal auf ein sich stetig wandelndes Berufsfeld in unserer schnelllebigen, globalisierten Welt vorbereitet.

Die hKDM bietet drei miteinander vernetzte Bachelor-Studiengänge an: Bildende Kunst, Integrierte Gestaltung und Rock/Pop und Jazz.

www.hkdm.de

Kunst und Events in
Düsseldorf

Ausstellungen im Februar
Highlights

In der Zeit vom 4. Februar bis zum 6. Mai 2012 zeigt das Düsseldorfer NRW-Form in der Ausstellung “State of the Art Photography” was junge Künstler mit der Fotografie in Zeiten der Digitalisierung machen. Der in Düsseldorf lebende Fotograf Andreas Gursky ist einer von neun Kuratoren der Ausstellung. Weiteres Highlight im Februar ist der traditionelle Rundgang der Kunstakademie bei dem die Studierenden ihre Arbeiten der vergangenen 12 Monate zur Schau stellen. Der Rundgang findet in der Woche vom 8. bis zum 12. Februar statt. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

www.nrw-forum.de
www.kunstakademie-duesseldorf.de

Live At The Code Bar

Konzertreihe “Musikimpuls”
Düsseldorf

Am Donnerstag, den 12. Januar 2012, findet im Rahmen der Konzertreihe “Musikimpuls” im Haus der Ärzteschaft, Tersteegenstraße 9 in Düsseldorf ein Konzert mit dem “Joachim Kühn Trio Paris-Berlin” statt. Während des Konzerts wird das Bild “Live At The Code Bar” des in Duisburg lebenden Künstlers Wilfried Schaus-Sahm auf der Bühne des Konzertsaals präsentiert.

Live At The Code Bar
1,20 × 10,55 m

“Der Titel des Bildes ist ein Wortspiel, das entstand, als mir klar wurde, dass ich einerseits Barcodes als Anlass für ein Gemälde benutzte und gleichzeitig dabei die Musik des Pianisten Joachim Kühn hörte.
Ich lernte Joachim Kühn Anfang der 70-er Jahre kennen, als im Innenhof der Universität Freiburg Konzerte mit Musik organisiert wurden, die mir bis dahin völlig fremd war. Ich hatte später als Konzertveranstalter die Freude, Joachim Kühn mehrmals als Solisten, Auftragskomponisten oder mit dem Thomaner-Chor in der Duisburger Salvatorkirche vorstellen zu können.

Improvisation spielt auch bei meiner eigenen künstlerischen Ausdrucksform, der Malerei, eine entscheidende Rolle. Ich gehe von zufällig gefundenem Material und Motiven aus. Es gibt keine Vorzeichnungen, der Malprozess ist spontan und völlig improvisiert. Musik spielt dabei eine große Rolle. Sie läuft beim Malen ständig, gibt die Stimmung vor und entscheidet oftmals über die Richtung, die das Geschehen auf der Leinwand nimmt. Bei „Live At The Codebar“ habe ich ausschließlich die Musik von Joachim Kühn gehört, dessen Kompositionen und Improvisationen mich seit Jahrzehnten begleitet und inspiriert haben.”

www.aekno.de
Wilfried Schaus-Sahm bei kunstbar

Wolfgang Tillmans
zu Gast in Warschau

Kunstsammlung NRW
Warschau

Mit einer umfangreichen Werkschau des Fotokünstlers Wolfgang Tillmans gastiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Warschau. Es ist die erste Einzelausstellung des 1968 in Remscheid geborenen Künstlers in Polen; gezeigt werden ca. 100 Arbeiten aus den vergangenen zehn Jahren. Die vom 18. November bis zum 29. Januar 2012 geöffnete Ausstellung “Wolfgang Tillmans. Zachęta Ermutigung” gehört zum Festival-Programm der Kultursaison NRW in Polen 2011/2012 und ist mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen realisiert worden.

Wolfgang Tillmans

Am prominenten Ort, nämlich in der Nationalen Kunstgalerie Zachęta im Herzen der polnischen Hauptstadt, zeigt Tillmans neben seinen abstrakten, das fotografische „Material“ befragenden Arbeiten auch eine konzentrierte Auswahl seiner ‚Weltbilder’, die in den letzten zwei Jahren auf Reisen durch verschiedene Kontinente entstanden sind. Unter seinen weniger bekannten Videoarbeiten, von denen erstmals fünf in Warschau gezeigt werden, ist als jüngstes Werk auch Cuma (2011) zu sehen.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein zweiteiliger, deutsch-polnischer Katalog im Schuber, mit einem von Wolfgang Tillmans konzipierten und gestalteten Bildteil und einem Textteil mit Beiträgen von Jacek Dehnel, Isabelle Malz, Wolfgang Tillmans und Hanna Wróblewska.

Louise Bourgeois –
Passage dangereux

Hamburger Kunsthalle
Hubertus-Wald-Forum

Die Hamburger Kunsthalle ehrt mit einer Ausstellung vom 10. Februar bis zum 17. Juni 2012 eine Jahrhundert-Künstlerin: Louise Bourgeois (1911-2010). Aus Anlass des 100. Geburtstags der Künstlerin werden Skulpturen, Rauminstallationen, Radierungen, Arbeiten aus Stoff und Tapisserien gezeigt, die in den letzten 15 Lebensjahren entstanden sind. Das Werk einer der bedeutendsten und einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit offenbart eine ganz eigene Form- und Materialsprache. Es behandelt existentielle Themen des Menschseins und zugleich ganz persönliche Erfahrungen der Künstlerin: Angst, Abhängigkeit, Erinnerung, Sexualität, Liebe und Tod. Die ausgestellten Werke kommen aus renommierten internationalen Museen, Privatsammlungen und vom Louise Bourgeois Trust. Einige Arbeiten sind zum ersten Mal überhaupt öffentlich zu sehen.

www.hamburger-kunsthalle.de

Neuerwerbung für die
Sammlung der
Staatsgalerie Stuttgart

Lawrence Weiner
One Potato Two Potato Three Potato & (More)

Mit dem Ankauf der Arbeit “One Potato Two Potato Three Potato & (More) von Lawrence Weiner durch die Freunde der Staatsgalerie Stuttgart erhält die Staatsgalerie Stuttgart einen weiteren wesentlichen Zuwachs für ihre Sammlung der Gegenwartskunst.

In der Arbeit bezieht sich Lawrence Weiner auf ein unmittelbar mit Stuttgart und der Staatsgalerie verknüpftes Ereignis: 1827 lehnte ein Landtagsabgeordneter die Finanzierung des Baus eines Antikensaals für Stuttgart ab mit den Worten “Mr braucha koine Kunscht, Grumbiara braucha mr”. Wenige Jahre später, 1836, wurde indes der Bau einer “württembergischen Kunstgalerie” beschlossen, der 1843 als “Museum der bildenden Künste.” eröffnete (heute Staatsgalerie Stuttgart).

Prof. Jürgen Hubbert, Vorsitzender des Freundeskreises, betont die Bedeutung des Ankaufs für die Sammlung des Museums: “Nachdem bereits vier großformatige Werke von Wolfgang Tillmans in diesem Jahr angekauft wurden, ist diese Neuerwerbung von Lawrence Weiner ein weiteres wichtiges Signal. Die hochrangige Sammlung für Gegenwartskunst wird kontinuierlich auf hohem Niveau weitergeführt.”

Staatsgalerie Stuttgart

Lawrence Weiner, einer der einflussreichsten Vertreter der Konzeptkunst, ist ein “Bildhauer der Sprache”. Seine Arbeiten sind vor allem herausfordernde in Sprache geformte Ideen, die als Sätze oder Wortreihen verschiedene Formen auf Galeriewänden ebenso wie auf Hausfassaden, Aussichtstürmen oder Gullydeckeln annehmen können. Wichtig ist Weiner, dass seine Arbeiten die Menschen erreichen und sich der Kultur einfügen, in der sie existieren, so dass sie in der Regel in Englisch und in der jeweiligen Landessprache erscheinen.

Realisiert wurde Weiners Arbeit “One Potato Two Potato Three Potato & (More)” zunächst 1992 in Form von fünf temporär im Boden eingelassenen Druckgussplatten im Rahmen des Skulpturenprojekts “Platzverführung” der Stadt Ditzingen. Mit dem Erwerb der Arbeit Weiners, in dessen Werk Ortsgebundenheit und Dauer eine wichtige Rolle spielen, schreibt die Staatsgalerie Stuttgart so ihre Geschichte fort.

www.staatsgalerie.de

Die andere Seite
des Mondes

Künstlerinnen der Avantgarde
Kunstsammlung NRW

Einen neuen Blick auf die künstlerische Avantgarde in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wirft die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in der Zeit vom 22. Oktober 2011 bis zum 15. Januar 2012.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen acht Frauen, die vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in den 1920er und 1930er Jahren maßgeblich an den ästhetischen Neuerungen in Europa beteiligt waren. Hohes künstlerisches Niveau und ihr unbedingtes Engagement für die unterschiedlichsten ästhetischen Richtungen vom Dadaismus über den Konstruktivismus bis hin zum Surrealismus wurden zum Bindeglied zwischen Claude Cahun, Dora Maar, Sonia Delaunay, Florence Henri, Hannah Höch, Sophie Taeuber-Arp und den weniger bekannten Katarzyna Kobro und Germaine Dulac. Ebenso vielfältig wie die Kunststile sind ihre künstlerischen Mittel: Sie umfassen Malerei und Fotografie, Collage, Film und Skulptur, Marionetten und Modedesign.

Claude Cahun
Selbstporträt, ca. 1928

Die andere Seite des Mondes erweitert mit mehr als 230 Ausstellungsstücken die Sicht auf diese bedeutende Epoche europäischer Kultur. Erstmals stellt die Ausstellung die acht wichtigsten Pionierinnen der Avantgarde in dieser Zusammenstellung vor und beleuchtet exemplarisch Werk und Leben der Künstlerinnen.

Das Gespür für die Tendenzen der Zeit und für die richtigen Kontakte, zudem die Gabe, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, spielte für die damaligen Künstlerinnen eine alles entscheidende Rolle. Ihr künstlerisches Netzwerk spannten die acht Avantgardistinnen quer durch Europa. Der grundlegende gesellschaftliche Wandel, das zeitgemäße Bild der „Neuen Frau“, hat sicherlich das Selbstverständnis der hier vorgestellten Künstlerinnen beeinflusst – ziehen sich doch Unabhängigkeit, Offenheit und Mobilität wie ein roter Faden durch alle acht Biografien. Dass die Künstlerinnen sich gegenseitig beeinflussten und inspirierten, wird in den ausgestellten Werken auf vielfältige Weise offensichtlich.

Katarzyna Kobro
Hängende Konstruktion, 1921

Parallel zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. Insgesamt wird die Ausstellung von fünf Veranstaltungen begleitet, die die Werke der Künstlerinnen in unterschiedlichen Kontexten behandeln. Am 12. Januar 2012 findet die letzte Veranstaltung dieser Reihe statt: Wolfgang Joop im Gespräch mit Dr. Marion Ackermann (Kunst und Mode: Inspired by Sonja Delaunay).

Ausstellungsdauer: 22.11.2011 bis 15.01.2012

www.kunstsammlung.de

minimal and beyond

22.10.2011 bis 24.06.2012
Hamburger Kunsthalle

In den 1960er Jahren veränderte sich mit dem Aufkommen der Minimal Art der Begriff des Kunstwerks radikal. Elementare Formen, serielle Anordnungen, industrielle Materialien und Fertigungsweisen sind Kennzeichen dieser Kunstrichtung, die von den USA ausging und zu deren Hauptvertretern Carl Andre, Dan Flavin, Donald Judd, Sol LeWitt und Robert Morris zählen. Jeglicher Illusionismus, jegliche Symbolik wurden getilgt: Das Werk ist das, was es ist. Trotz dieser scheinbaren Selbst-Referentialität wurden Skulpturen nicht als in sich abgeschlossene Gebilde aufgefasst, sondern in ihrer Beziehung zum umgebenden Raum gesehen. Seitdem haben etliche Künstler in vielfältiger Weise die Formensprache des Minimalismus aufgegriffen und diese mit zusätzlichen Bedeutungsebenen angereichert. Politische, soziale und kulturelle Fragen rücken nun, neben formalen und ästhetischen Aspekten, verstärkt ins Blickfeld und fordern eine andere, kritischere Form des Involviertseins des Betrachters heraus.

Felix Gonzalez-Torres
Untitled (Loverboy)

Die Sammlungspräsentation minimal and beyond zeigt Skulpturen, Objekte, Bilder, Photographien, Zeichnungen und Videos von den 1960er Jahren bis heute.

www.hamburger-kunsthalle.de

Ostzeit –
Geschichten aus einem
vergangenen Land

Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus
Bis zum 8.1.2012

Zur Zeit ist im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus die Fotoausstellung „OSTZEIT. Geschichten aus einem vergangenen Land“ zu sehen. Sibylle Bergemann, Harald Hauswald, Ute Mahler und Werner Mahler, vier der bekanntesten ostdeutschen Fotografen und Gründer der international renommierten Agentur OSTKREUZ, zeigen in ungeschönten und zugleich sensiblen Bildern den Alltag und die Menschen in der DDR.

Sibylle Bergemann, Das Denkmal
Harald Hauswald, Berlin, Marx und Engels Platz

Die rund 160 S/W-Fotografien erzählen von einem Land, das nicht mehr existiert, aber in diesen Bildern konserviert wurde.

www.museum-dkw.de

Expanded Territory

KAI10 – Raum für Kunst
Düsseldorf

Agnieszka Brzeżańska, Giulio Frigo, Eva Koťátková und Aïda Ruilova bewegen sich mit ihren künstlerischen Arbeiten in einem offenen, sich permanent verändernden und veränderbaren Feld von Möglichkeiten. Ihre größte Gemeinsamkeit ist die Zugehörigkeit zu einer Generation mit der geteilten Erfahrung eines Umbruchs der gesellschaftlichen und politischen Systeme. Ihre Arbeiten entwickeln sich entlang von persönlichen Biografien und lokalen Fragestellungen und sind damit charakteristisch für einen Teil der zeitgenössischen Kunstproduktion. Sie bewegen sich nach vorn und auch nach hinten, in die Zukunft wie in die Historie, legen die Gründe und Abgründe der menschlichen Psyche offen und koppeln das geistige Innere mit dem durch Erfahrung zugänglichen Außen. Es gelingt ihnen, ein „Antlitz der Zeit“ zu entwerfen und durch den Einsatz persönlicher Ikonographien, überzeugende Aussagen zur Welt zu treffen.

www.kaistrasse10.de

Papierarbeiten

Jagla Ausstellungsraum
9. September bis 11. September 2011

Anlässlich der Düsseldorf Cologne Open Galleries findet im Jagla Ausstellungsraum in Köln die Ausstellung “Papierarbeiten” statt. Präsentiert werden Arbeiten von Thomas Arnolds, Tim Bergheim, Katharina Jahnke, Clemens Kaletsch, Horst Münch, Ulrike Nattermüller und David Ostrowski.

David Ostrowski nimmt gemeinsam mit Philip Seibel an einer weiteren Ausstellung (Format C) in Düsseldorf teil. Die Ausstellung “Die Lügnerin” wird am 16. September um 19.00 Uhr eröffnet.

www.jagla-ausstellungsraum.de
www.galerie-formatc.de

Hochhaus –
Wunsch und Wirklichkeit

Museum für Gestaltung, Zürich
31. August 2011 bis 2. Januar 2012

“Hochhäuser und Wolkenkratzer” sind das neue Thema der Ausstellung im Museum für Gestaltung in Zürich. Die Ausstellung besteht aus zwei sich thematisch voneinander unterscheidenden Teilen. Der erste Teil präsentiert zahlreiche Bauprojekte, Modelle, Abbildungen und Filme aus New York, Hongkong, London, Zürich, Schanghai, Dubai oder Paris.

Hochhaus
Wunsch und Wirklichkeit

Der zweite Teil der Ausstellung setzt sich mit dem Standpunkt der Künstler zum Thema “Hochhaus und Wolkenkratzer” auseinander. Hier werden künstlerische und fotografische Werke präsentiert, die zugleich ein Kommentar zur globalisierten und urbanistischen Welt des 21 Jahrhundert sind.

www.museum-gestaltung.ch

MMK Talks

Museum für moderne Kunst
Frankfurt am Main

Am 6. September findet zum ersten Mal in diesem Jahr die Veranstaltungsreihe MMK Talks statt. MMK Talks sind organisierte Gesprächsabende zu gesellschaftlichen, technischen und kulturellen Themen die die Kunstwelt bewegen.

Maria Hlavajova

An den Veranstaltungen nehmen internationale Künstler, Kuratoren und Wissenschaftler teil. Thema des ersten Treffens ist die Bedeutung und Veränderung von Bildung und Vermittlung in der zeitgenössischen Kunst.

www.mmk-frankfurt.de

Die Sammlung
des Hausmeisters
Wilhelm Werner

Hamburger Kunsthalle
18. September 2011 bis 15. Januar 2012

Die Kunsthalle Hamburg präsentiert vom 18. September 2011 bis zum 15. Januar 2012 die Ausstellung “Die Sammlung des Hausmeisters Wilhelm Werner”. Wilhelm Werner war über 38 Jahre als Hausmeister in der Hamburger Kunsthalle tätig. Über die Zeit hat er viele Werke geschenkt bekommen, gefunden oder auch gerettet. Seine Sammlung umfasst über 500 Werke.

Eduard Hopf
Dünenlandschaft auf Sylt
Fritz Flinte
Stillleben, Tisch mit Artischocken

Die Ausstellung in der Kunsthalle Hamburg zeigt etwa 130 ausgesuchte Werke der Sammlung

www.hamburger-kunsthalle.de

Alina Gross –
Die Suche nach
Persönlichkeit. Zwischen
Realität und Fantastik

Fotoausstellung in Wuppertal
16. September 2011

Mit dem „Bildermachen“ von sich und anderen Menschen begann Alina Gross schon als Schülerin. Seit ihrem Diplom des Kommunikationsdesigns mit Schwerpunkt Fotografie an der Bergischen Universität Wuppertal im Jahr 2006 ist sie als Modefotografin und freie Künstlerin tätig. Ihre Arbeiten sind durch viele Aufträge und Ausstellungen bekannt.

Die Frau steht im Zentrum ihres bisherigen Werks; die Suche nach der Persönlichkeit, die sich hinter Design, Kostümierung, Make-up und erträumten Wunschvorstellungen zu erkennen gibt. Oder sich verbirgt. Bekannt wurde Alina Gross durch ihre eindrucksvoll inszenierten Selbstbildnisse als Frida Kahlo, der berühmten deutsch-mexikanischen Malerin. Feenhaft unter dem Schleier der Trauerweidenzweige, medusenhaft rätselvoll im dunklen Wasserspiegel, hexig, rothaarig frech vor einem explosiven Graffitti, damenhaft verführerisch im Salon – Alina Gross inszeniert mit klischeehaften und surrealen Kostümen und Requisiten Bildräume zwischen Realität und Fantastik. In diesem Zwischenreich aus Farben, Stimmungen und Verwandlungen entsteht Identität.

Die unheimlich Frau
Alina Gross

Zum 10. Unternehmertag „Wuppertal – 24 Stunden live“ zeigen die Bergischen Blätter in ihrem Redaktionshaus eine Ausstellung mit Fotografien von Alina Gross. Zur Eröffnung am Freitag, 16. September 2011, 16.30 Uhr spricht Gisela Schmoeckel M.A., Schützenstr. 45, 42281 Wuppertal. Die Ausstellung wird bis November 2011 zu sehen sein.

www.alina-gross.de

ViennaFair
auf Herbst 2012 verlegt

Ab dem Jahr 2012 findet die ViennaFair im Herbst statt. Grund dafür sind Terminkollisionen mit zwei neuen Kunstmessen, die ebenfalls im Mai stattfinden werden. Der neue Termin für die ViennaFair ist vom 20. bis 23. September 2012.

www.viennafair.at

Sammlung des Museums Folkwang online

Das Museum Folkwang in Essen stellt einen Online-Katalog für seine Besucher bereit, in dem sich ausgewählte Ausstellungen von zu Hause aus angesehen werden können. Die Online-Sammlung besteht aus den Themenbereichen: 19. und 20. Jahrhundert, Zeitgenössische Kunst, Grafik, Fotografie, Deutsches Plakat Museum und Alte und Außereuropäische Kunst. Zu jedem Werk gibt es einen kurzen Text, der die Arbeit, ihre Herkunft und die dazu gehörige Ausstellung beschreibt.

www.museum-folkwang.de

Eyes on Paris

Deichtorhallen Hamburg
16. September 2011 bis 8. Januar 2012

“Eyes on Paris – Paris im Fotobuch 1890 bis heute” ist die neue Ausstellung der Deichtorhallen Hamburg, die der Stadt Paris und seiner Geschichte gewidmet ist. Paris war die Wiege der Fotografie, in der Anfang des 19 Jh. die ersten Fotografien entstanden sind.

Eyes on Paris

Die Fotografien dokumentieren das Paris des 20. Jahrhunderts mit besonderem Blick auf die Architektur, die Geschichte, das Alltagsleben und das Kulturgeschehen. Zu sehen sind neben den Arbeiten der Klassiker der Fotografie auch viele Werke jüngerer, zeitgenössischer Künstler.

www.deichtorhallen.de

Spielplatz des Irrsinns

Erzählungen des täglich Erlebten
Nike Schröder, Berlin

Geboren 1981 in Hamburg, absolvierte Nike Schröder 2008 im Bereich der Kunsttherapie an der FH Ottersberg. Zwischenzeitlich machte sie einen Ausflug in die Fashionwelt, entwarf eine Kollektion aus Einzelstücken in Los Angeles und arbeitet bis heute auch als freischaffende Kostüm- und Bühnenbildnerin. Ihr gesamtes Tätigkeitsfeld begründet sich auf einer kreativen textilen Auseinandesetzung.

In ihrem Atelier widmet sich Schröder ihrer künstlerischen Arbeit im Selbstexperiment, aber auch individuellen Auftragsarbeiten, Illustrationen und Gestaltung für Publikationen in Magazinen und Buchprojekten.

Alle ihre Arbeiten setzen sich grösstenteils aus Faden und Stoff zusammen und begründen sich in der habtischen Materialität des Mediums. Wenn die Nadel die Oberfläche tausende Male durchsticht, impliziert diese Arbeitsweise durchaus eine Gewalt des Durchdringens. Die Fäden überschreiten die Begrenzung des Rahmens und bilden eine Symphonie von heraushängender Stofflichkeit. Die heraushängenden Fäden tragen in ihrer natürlichen Charakteristik der Unzähmbarkeit das Element der Bewegung ins Bild.

Im Laufe der letzten Jahre haben sich die phosphorierende Farbigkeit und die Vedichtung an der Stelle der Lippen als persönliche Signatur entwickelt. Es ist Zufall und gleichzeitig Konzept. Sie vermittelt als präzise eingesetztes gestalterisches Element Assoziationen zu Schmerz, Schrei, Körperflüssigkeiten und –öffnungen und kann durchaus als provokativ interpretiert werden.



Nike Schröder

Ihr Antrieb ist das aus dem Ich Entstehende, Motive aus ihrer direkt erlebten Umwelt künstlerisch festzuhalten und zu manifestieren und für Andere in neuer Form zugänglich zu machen. Die Bilder finden ihren Ursprung fast ausschließlich in ihrem Umfeld und geben meist private Photographien wider. Alle abgebildeten Personen sind real und in ihrer unmittelbaren Nähe zu suchen. Es sind Erzählungen des täglich Erlebten.

Es ist Spielplatz des Irrsinns – eine Faszination für die Natur des Materials und die Entfremdung seiner ursprünglichen Nutzbarkeit im Alltag.

Nike Schröder lebt und näht seit 2010 als freie Künstlerin in Berlin-Neukölln.

Nike Schröder

Exit Through the Gift Shop

Abmahnungen gegen Filesharer
Streetart Künstler Banksy

Es wird über Abmahnungen gegen Filesharer des Films “Exit Through the Gift Shop” vom britischen Streetart Künstler Banksy berichtet. Banksy selbst, stellt seine Werke allerdings jedermann zur Verfügung, sobald es sich um Eigengebrauch handelt. Ob die Abmahnungen Teil einer Werbeaktion sind, ist bislang unklar.

Foto, Banksy

Zitat von der Website des Künstlers: “You’re welcome to download whatever you wish from this site for personal use”.

www.banksy.co.uk
www.banksyfilm.com

MMK erhält
Peter-Roehr-Archiv

Galerist und Sammler verschenkt Nachlass
Frankfurter Museum für Moderne Kunst

Der Berliner Sammler und Galerist Paul Maenz schenkt dem Frankfurter Museum für Moderne Kunst (MMK) das gesamte Archiv aus dem Nachlass des deutschen Malers und Objektkünstlers Peter Roehr († 1968 im Alter von 23 Jahren in Frankfurt am Main). Roehr fertigte mit industriell hergestellten Elementen und gedruckten seriellen Bildern meist quadratische Bildtafeln und wird daher auch öfters als Vorläufer des Pop-Art benannt.

www.mmk-frankfurt.de

Bild- und Quellennachweise
v.o.n.u.

Pressetext Kunstsammlung NRW ///// Kendell Geers ///// Claire Laude ///// Hans Ulrich Obrist, Foto: Juergen Teller ///// Madame d’Ora (1881-1963), Pablo Picasso, 1955, Haus der Photographie/Sammlung F. C. Gundlach, Hamburg, Foto: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg ///// Hamburger Kunsthalle, Ellen Coenders ///// Jagla Ausstellungsraum, Köln ///// Wolfgang Tillmans, yet untitled, 2011, © Wolfgang Tillmans, Courtesy Galerie Buchholz, Köln / Berlin ///// Staatsgalerie Stuttgart ///// Claude Cahun, Selfportrait (reflected in mirror), ca. 1928, Fotografie, 18 × 24 cm, Jersey Heritage Collections, © Jersey Heritage Trust; Katarzyna Kobro, Hängende Konstruktion (1), 1921, Rekonstruktion 1972, Epoxyd-Harz, Fiberglas, Metall, Holz, 20 × 40 × 40 cm, Muzeum Sztuki w Lodzi, Lódz, © Kobro (© Kunstsammlung NRW) ///// Felix Gonzalez-Torres (1957-1996), Untitled (Loverboy), 1989, Blue sheer fabric and hanging device, Dimensions vary with installation, © The Felix-Gonzalez-Torres-Foundation ///// Sibylle Bergemann, Das Denkmal, 1976, Silbergelatineabzug, © Sibylle Bergemann / OSTKREUZ; Harald Hauswald, Berlin, Marx und Engels Platz, 1984, Silbergelatineabzug, © Harald Hauswald / OSTKREUZ ///// Hochhaus-Wunsch und Wirklichkeit: Filip Dujardin, ohne Titel (aus der Serie „Fictions“), 2008, © Filip Dujardin ///// Maria Hlavajova, Foto: Irma Bulkens ///// Fritz Flinte, Stillleben, Tisch mit Artischocken © Hamburger Kunsthalle; Eduard Hopf, Dünenlandschaft auf Sylt, 1936 © Hamburger Kunsthalle ///// Alina Gross ///// IZIS: Place Victor Basch. Aus der Serie „Grand Bal du Printemps“, 01.05.1950 © Nachlass IZIS / Sammlung Manuel Bidermanas; ZIS: Boulevard Poissonnière. Aus der Serie „Grand Bal du Printemps“ © Nachlass IZIS / Sammlung Manuel Bidermanas; Marc Foucault: La Tour Eiffel, Nicht datiert, ca. Ende 1930er / Anfang 1940er Jahre © Nachlass Marc Foucault / Sammlung Dr. Emanuel Wiemer ///// Haderer: Goldene Regel für Lottogewinner: Möglichst unauffällig weiterleben, Fröhliche Prister, Die lieben Verwandten, Die Bikoni- Anwärterinnen- Diät 2011 hat begonnen!, Unheimliche Begegnung im Internetcafe © caricatura museum frankfurt ///// Nike Schröder ///// Nadine Preiß ,Damian Zimmermann ///// Foto, Banksy © Banksy